10.01.2018 – Monheim – Hochwasser: Feuerwehr mit neuem Fahrzeug im Erkundungseinsatz

Monheim. Das neue Tanklöschfahrzeug „TLF 3000“ der Monheimer Feuerwehr auf
hochgeländegängigem Unimog-Fahrgestell hat sich das erste Mal im Hochwassereinsatz bewährt.
Beim Höchststand des Kölner Pegels (KP) von etwa 8,70 Metern war am Ende des Ortsteils Baumberg mit normalen Fahrzeugen kein Durchkommen mehr zum Römerkastell und Reiterhof Haus Bürgel.
Da der Führungsdienst der Feuerwehr die Lage um die Liegenschaft erkunden musste, nutzte der
A-Dienst der Feuerwehr das Neufahrzeug um durch das hüfthohe Wasser nach Haus Bürgel zu gelangen. Dort konnten Absprachen mit dem Pächter des Hofes getroffen werden.
Glücklicher Weise erreichte der Pegel keine derartige Höhe, die einen Evakuierung der Stallanlagen mit den Pferden notwendig machte.
„Für medizinische Notfälle oder Brandeinsätze hätte der neue Unimog wertvolle Dienste im Einsatzfalle geleistet, da wir die Liegenschaft anders nicht mehr erreicht hätten“, so Torsten Schlender, Leiter der Monheimer Feuer- und Rettungswache.
Im Vorflutgelände des Monheimer Rheinbogens wäre hingegen auch mit dem Unimog kein Durchkommen mehr gewesen.
Hier stand das Wasser deutlich höher und würde den Einsatz von Booten notwendig machen.
Die im Deichvorland lebenden Rinder eines Monheimer Landwirts wurden bereits am Wochenende hinter dem Deich in einer anderen Liegenschaft in Sicherheit gebracht.
Auch in der Fahrrinne ergeben sich derzeit erhebliche Gefahren für die Kräfte der Feuerwehr.
Bei einer im Rhein treibenden Person am 8. Januar konnte die Berufsfeuerwehr Köln die Person an Land bringen, bevor die Kräfte aus Monheim mit dem Mehrzweckboot ausrücken mussten.
„Bei einem derart hohen Wasserstand ist die Arbeit auf dem Rheinstrom lebensgefährlich.
Starke Strömung und große Treibgüter machen die Arbeit auf dem Wasser sehr gefährlich“, so Schlender. Ab 6,20 KP gelten erste Einschränkungen für den Rheinverkehr: Schiffe dürfen nur noch mit verminderter Geschwindigkeit und in der Mitte des Flusses fahren, um Uferbeschädigungen zu vermeiden.
Sobald der Wasserstand am Kölner Pegel 8,30 m erreicht, gilt Hochwassermarke II.
Die Schifffahrt muss dann vollständig eingestellt werden. „Die Feuerwehr hat landseitige Erkundungsmaßnahmen durchgeführt, da das Vorflutgelände im Deichvorland bereits teilweise überflutet war. Wir stehen zudem im engen Kontakt mit dem städtischen Einsatzleiter für Hochwasserlagen und Deichschutz (Tiefbauamt). Eine Beteiligung der Feuerwehr ist planmäßig erst ab einem Pegel von 9,50 Metern zu erwarten“, so Schlender.
Der Pegel fällt mittlerweile wieder stetig, so dass mit keinen größeren Problemen derzeit gerechnet wird.

Textquelle: Pressemeldung Feuerwehr Monheim am Rhein

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