22.04.2017 – Köln Innenstadt – Demonstrationen gegen AfD-Parteitag fordern massives Polizeiaufgebot

Köln (ots) – Die angemeldeten Kundgebungen und Aufzüge gegen den AfD-Parteitag verliefen weitgehend störungsfrei.

„Ich bin den vielen Menschen dankbar, die mit ihrem bunten Protest zu diesem Verlauf beigetragen haben. Dadurch haben sie der Polizei die Arbeit erleichtert“, sagte Polizeipräsident Jürgen Mathies am Sonntagnachmittag. Bis zum Ende des Parteitags am heutigen Abend werden Einsatzkräfte noch im Umfeld des Maritim-Hotels vor Ort sein. Am Samstag (22. April) erforderten vereinzelte gewalttätige Aktionen den Einsatz der Polizei. Dabei erlitten zwei Polizeibeamte Verletzungen. Insgesamt waren mehr als 4.000 Polizisten eingesetzt.

Polizeipräsident Jürgen Mathies: „Wir haben diesen Einsatz umfassend geplant. Ich habe mir selbst einen Eindruck vor Ort gemacht. Die Bilder, die ich gesehen habe, bestätigten unsere vorherigen Erkenntnisse über die Anreise von mehreren hundert gewaltbereiten Personen. Durch das Einsatzkonzept, das konsequente aber auch umsichtige Einschreiten verhinderte die Polizei größere Auseinandersetzungen.“ Polizeipräsident Jürgen Mathies dankt allen Einsatzkräften aus Köln, anderen NRW-Behörden sowie mehreren Ländern und von der Bundespolizei. Er lobt die Unterstützung der Netzwerkpartner und dankt insbesondere der Stadt Köln und den Kölner Verkehrsbetrieben für die gute Zusammenarbeit.

Schon Wochen im Voraus hatte die Polizei Köln über den Einsatz informiert. Unter anderem erhielten 53.000 Haushalte Informationsschreiben per Post. Trotzdem sorgten die wegen der Protestaufzüge gesperrten Straßen bei Geschäftsleuten und der Kölner Bevölkerung für erhebliche Einschränkungen.

Mit E-Mails und in persönlichen Gesprächen wurden Dachverbände und Inhaber von Geschäften in der Kölner Innenstadt informiert. Beim Bürgertelefon der Polizei Köln gingen über 3500 Anrufe überwiegend zur Verkehrssituation ein. Über Facebook und Twitter informierten die Beamten des Social-Media-Teams der Polizei Köln. Sie entlarvten unter anderem gezielte Falschmeldungen und klärten diese auf.