26.02.2016 – Leverkusen Wiesdorf – Großeinsatz: 41 Verletzte nach Unfall in Chemieunterricht

Gegen 09:21 Uhr wurde bei der Leitstelle der Feuerwehr durch die Schulleitung der Realschule Am Stadtpark ein verletzter Jugendlicher gemeldet.
Der Jugendliche sollte Chemikaliendämpfe eingeatmet haben. Die Leitstelle entsandte ein Notarzteinsatzfahrzeug und einen Rettungswagen.
Nach Eintreffen der Rettungsdienstkräfte stellte sich heraus, dass mind. 5 Jugendliche über Atemwegsreizungen klagten. Daraufhin wurden weitere Feuerwehr- und Rettungsdienstkräfte zur Realschule alarmiert.

Der Einsatzleiter der Feuerwehr stellte nach seinem Eintreffen folgende Lage fest: Am Vortag wurden im Chemietrakt der Schule Versuche mit Brom durchgeführt.
Brom ist eine flüssige Chemikalie die schon bei Zimmertemperatur ausdampft und dabei giftige,
reizende Dämpfe frei gibt.
Bei Einatmen dieser Dämpfe kann es zu Gesundheitsschäden kommen. Aus noch nicht geklärten Gründen konnten Bromdämpfe aus dem Behältnis entweichen und sich im Chemieraum eine geringe Konzentration entwickeln.
Nachdem am heutigen Morgen der Chemieraum von einer Schulklasse betreten wurde, atmeten die Lehrerin und Schüler von diesen Dämpfen ein.
Dies führte bei den Betroffenen zu einer Reizung der Atemwege.
Durch den Leitenden Notarzt und einen weiteren Notarzt wurden alle betroffenen Schüler und die Lehrerin untersucht.
Im Verlauf des Einsatzes meldeten sich insge-samt 41 betroffene Personen. Davon wurden 33 Personen in die Kinderkliniken der Krankenhäuser Klinikum Leverkusen,
Kinderklinik Amsterdamer Str. Köln und ins städtische Klinikum Solingen transportiert.
Acht weitere Jugendliche erhielten einen Info Brief in dem ihnen Verhaltensregeln bei Auftreten von Symptomen innerhalb der nächsten 24 Stunden an die Hand gegeben wurden,
damit konnten sie in die Obhut ihrer Eltern entlassen werden.

Die Feuerwehr/ Rettungsdienst Leverkusen mit Unterstützung der Einsatzeinheit des Malteser Hilfsdienstes Leverkusen waren mit 33 Einsatzkräften und 15 Fahrzeugen im Einsatz eingebunden.

Textquelle: Feuerwehr Leverkusen