05.05.2018 – Neuss Stüttgen – Großübung bei AluNorf: 180 Einsatzkräfte übten den Ernstfall

Fast 180 Einsatzkräfte des Katastrophenschutzes stellten Ihre hohe Einsatzfähigkeit und Können unter Beweis

So manchem Neusser ist sicher der Schreck in die Glieder gefahren.
Mehrere Kolonnen mit Fahrzeugen von Rotem Kreuz, Feuerwehr und THW zogen unter Blaulicht und Martinshorn durch Neuss und dann knatterte noch der Rettungshubschrauber der Bundeswehr aus Nörvenich über Uedesheim und Norf.
Was ist da passiert, dass so viele Einsatzkräfte unterwegs sind. Eine Katastrophe?
Glücklicherweise nur eine Übung des Katastrophenschutzes. Aber darum umso wichtiger.
Denn nur wer übt, kann im Ernstfall helfen. Doch da können die Neusser beruhigt sein.
In mehreren Einsatzszenarien zeigten die ehrenamtlichen Helfer ihr Können.
Sei es bei der Rettung, dem Löschen, dem Einsatz mit schweren Gerät.
Sichtlich zufrieden zeigte sich DRK-Einsatzleiter Christian Heinrichs mit dem Ergebnis.
Die Übungsziele im Bereich der Rettung und Betreeung von Verletzten wurde erreicht.
Auch die Verantwortlichen von AluNorf, auf deren Gelände geübt wurde, waren sichtlich froh.
Oliver Hommel, kaufmännischer Leiter von AluNorf und der Leiter der Werkfeuerwehr, Stefan Meuter, lobten die gute Zusammenarbeit der Kräfte von DRK, Feuerwehr und THW.
Denn darauf kommt es an, dass alles Hand in Hand greift.
Erschöpft und zufrieden saßen nach der Übung Helfer, Übungsbeobachter und die Mimen des Jugendrotkreuzes unter Leitung von Stephan Zdrojewewski zusammen und ließen sich von der eigens aufgefahrenen Feldküche des DRK verwöhnen.
Die Übung wurde nicht nur von Ehrenamtlichen durchgeführt, sondern auch über 4 Monate vorbereitet und geplant. Ohne Ehrenamt, so hob DRK-Geschäftsführer Marc Dietrich hervor, wäre ein leistungsfähiger Katastrophenschutz nicht möglich.

Textquelle: Pressemeldung DRK Kreisverband Neuss

Am 05.05.2018 war der Tag unserer Großübung gekommen. Um 07:00 Uhr trafen sich unsere Einsatzkräfte der Einsatzeinheit (EE NRW NE 04) im Einsatzzentrum am Südpark. Nach einer Lageunterweisung sammelten sich die Kräfte auf dem Parkplatz der Eissporthalle (Jakob-Koch Str.), die sich ebenfalls am Südpark befindet.

Die Einsatzleitung wurde durch die Übungsleitstelle darüber informiert, dass es im Kreisgebiet zu mehreren Schadenslagen gekommen sei. Die Einsatzbereitschaft wurde umgehend hergestellt. Schließlich wurden die gesammelten Kräfte gegen 09:30 Uhr zu einem entgleisten Zug auf dem Werkgelände der Aluminium-Norf-GmbH alarmiert. Es wurde den anrückenden Kräften mitgeteilt, dass es mehrere Verletzte gibt.

Im Werk selbst war die Alu-Norf-Werkfeuerwehr bereits am Unglückort eingetroffen und stellte den Brandschutz und die Erstversorgung der Verletzten sicher . Im geschlossenen Verband fuhr die Einsatzeinheit den Unglücksort in dem Aluminiumwerk an.

Bei Eintreffen der Einsatzeinheit wurde die Lage zunächst durch den Zugführer der EE erkundet, vor Ort waren bereits schon Kräfte des Rettungsdienstes. Die Sanitätsgruppe wurde daraufhin mit der Errichtung einer strukturierten Patientenablage beauftragt. Die weitere Aufgabe war es diese zu betreiben und die Versorgung der verletzten Personen sicherzustellen. Die Betreuungsgruppe bekam den Auftrag eine Anlaufstelle für unverletzte Personen zu errichten. Sie wurden hierbei vom Techniktrupp unterstützt.

Im weiteren Verlauf traf ein Patiententransportzug (PTZ 10) an der Einsatzstelle ein. Sie dienten als Transportkomponente. Ebenfalls alarmiert wurden das Technisches Hilfswerk Ortsverband Neuss (THW OV Neuss) und ein Rettungshubschrauber der Bundeswehr ( SAR Nörvenich 41 ), sie unterstützten die weitere Maßnahmen.

In einem weiteren Szenario wurde in den Mittagsstunden noch einmal das Zusammenspiel der verschiedenen Kräfte von Feuerwehr, THW und Deutschen Roten Kreuz erprobt. Alle Helfer hatten nach dem Mittagessen, welches durch die Verpflegungsgruppe in einer Feldküche zubereitet wurde, die Möglichkeit sich den Rettungshubschrauber der Bundeswehr genauer anzusehen. Die Besatzung des SAR 41 erklärten den Interessierten den Transport eines Patienten in den Hubschrauber, welche Ausstattung der SAR41 besitzt und was die Crew mit ihrem Material leisten kann.

Textquelle: Facebook-Seite der DRK Neuss Bereitschaften