Eine Streife der Polizeiinspektion Prüm wurde zu einem Randalierer in einer Arztpraxis in Prüm gerufen. Der Tatverdächtige befand sich bei Eintreffen der Polizei nicht mehr in der Arztpraxis, konnte aber im nahgelegenen „Kurpark“ von Polizeikräften angetroffen werden. Der polizeilich bekannte Mann reagierte nicht auf Ansprache. Es kam zu einem körperlichen Gerangel. Im Zuge dessen konnte durch den Tatverdächtigen eine Dienstwaffe aus dem Holster entrissen werden. Anschließend wurden mehrere Schüsse abgegeben. Eine Polizeibeamtin wurde durch einen Schuss im Oberschenkel getroffen. Im Anschluss flüchtete der Tatverdächtige in Richtung des angrenzenden Waldes.
Die Polizeibeamtin wurde in ein Krankenhaus verbracht. Sie wurde bereits operiert und befindet sich nicht in Lebensgefahr.
Der 25- jährige Tatverdächtige konnte im Rahmen der Fahndung durch Kräfte der Polizei widerstandslos festgenommen werden. Die Tatwaffe wurde ebenfalls von Polizeikräften im Nahbereich des Kurparks aufgefunden und sichergestellt.
Der weitere konkrete Ablauf des Sachverhalts und die Hintergründe der Tat sind derzeit Gegenstand der laufenden Ermittlungen. Die bereits eingegangenen Hinweise wurden bereits überprüft oder sind noch in Bearbeitung.
Weitere sachdienliche Hinweise zu dem Sachverhalt werden von der Kriminalpolizei Trier unter der gewohnten Telefonnummer 0651-983-44390 entgegengenommen.
Die Polizei bedankt sich ausdrücklich bei der Bevölkerung für die Mithilfe und das schnelle Teilen der WhatsApp-Beiträge des Kanals „Polizeipräsidium Trier“.
Gemeinsame Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Trier und der Staatsanwaltschaft Trier:
Zum Großeinsatz in Prüm am 07.04.2026 dauern die Ermittlungen weiterhin an. Inzwischen liegen weitere vorläufige Ermittlungsergebnisse vor. Der genaue Hergang des Tatgeschehens ist jedoch noch nicht abschließend geklärt.
Nach vorläufigen Erkenntnissen soll es im Rahmen der Kontrollmaßnahme zu einem Gerangel zwischen dem Beschuldigten und einem eingesetzten Polizeibeamten gekommen sein, als dieser den Beschuldigten anhalten wollte.
Aufgrund des geleisteten Widerstands kam im weiteren Verlauf des Geschehens auch ein Distanzelektroimpulsgerät (DEIG) gegen den Beschuldigten zum Einsatz. Nachdem der Beschuldigte dem Beamten die Dienstwaffe aus dem Holster gezogen und Schüsse abgegeben hatte, wurden in Erwiderung der Schüsse auch aus der Dienstpistole der eingesetzten Beamtin Schüsse abgegeben, ohne den Beschuldigten zu verletzen.
Die weiteren Einzelheiten zum genauen Ablauf des Geschehens sind Gegenstand der laufenden Ermittlungen. Weitere Auskünfte können erst erteilt werden, wenn diesbezüglich alle Beweise erhoben und ausgewertet worden sind.
Zu dem gestrigen groß angelegten Polizeieinsatz in Prüm können wir nun folgende Informationen ergänzen:
Im Rahmen des Einsatzes wurden der Nahbereich der Tatort „Kurpark“ sowie angrenzende Waldgebiete von starken Polizeikräften abgesucht. Hierbei erfolgte sowohl die Absuche am Boden als auch mit Unterstützung aus der Luft.
Im Rahmen der Suche am Boden entdeckten Spezialkräften der Polizei den flüchtigen Tatverdächtigen in einem Waldgebiet und nahmen ihn gegen 19:20 Uhr widerstandlos fest. Die zuvor aus dem Holster eines Polizeibeamten entrissene Dienstwaffe führte er bei der Festnahme nicht mehr mit sich.
Der 25-jährige Tatverdächtige gab den Einsatzkräften Hinweise auf den Bereich, in dem er die Tatwaffe weggeworfen habe. Anschließend konnte diese im genannten Bereich, in der Nähe des Kurparks, aufgefunden und sichergestellt werden.
Im Laufe des heutigen Tages wird der 25-Jährige auf Antrag der Staatsanwaltschaft Trier beim Ermittlungsrichter des Amtsgerichts Trier vorgeführt werden.
Seit Dienstagmittag sind zahlreiche Hinweise aus der Bevölkerung eingegangen, die bereits überprüft wurden oder noch in Bearbeitung sind. Jeder Hinweis ist in einer solch dynamischen Lage hilfreich und von Bedeutung für die Polizei – auch um Örtlichkeiten oder Personen gegebenenfalls negativ aufklären zu können.
Zur Bewältigung der Einsatzlage waren mehr als 300 Polizeikräfte aus dem eigenen Polizeipräsidium Trier mit Unterstützung des angrenzenden Polizeipräsidiums Koblenz und des Polizeipräsidiums Einsatz, Logistik, Technik bestehend u.a. aus Spezialeinheitskräften und der Polizeihubschrauberstaffel. Hinzu kam die Unterstützung der Bundespolizei, des Landeskriminalamts, der Polizei Luxemburg, der Polizei Saarland und der US Air Base Spangdahlem. Außerdem waren über 50 weitere Einsatzkräfte des Rettungsdienstes, der Feuerwehr sowie des Katastrophenschutzes beteiligt.
Textquelle: Pressemeldung Polizeipräsidium Trier

