Samstag, 23. Oktober 2021

25.08.2015 – Dormagen Stadtmitte – Wohnhausbrand: Rauchwolke war weithin sichtbar

Wohnhausbrand in Dormagen-Mitte (25.08.2015)

Um 16.36 Uhr wurde die Feuerwehr Dormagen am Dienstag in die Frankenstraße in Mitte gerufen. Gemeldet war der Dachstuhlbrand eines Wohnhauses. Tatsächlich wies bereits eine starke Rauchentwicklung den alarmierten Kräften den Weg.

Die erste Lageerkundung durch Einsatzleiter Philipp Schroeder ergab den Vollbrand eines größeren Flachdachanbaus im rückwärtigen Bereich einer Doppelhaushälfte. Die Flammen hatten zusätzlich bereits auf das Erdgeschoss des Haupthauses und dessen Dachkonstruktion übergegriffen. Ebenfalls betroffen waren beide angrenzenden Nachbarhäuser. Hier hatte sich der Brand auf den Dachstuhl bzw. die angrenzende Garage ausgeweitet. Eine zunächst vermutete Menschenrettung – der Aufenthaltsort des Eigentümers wurde im Gebäude vermutet – konnte glücklicherweise bereits nach wenigen Augenblicken entkräftet werden.

Gemeinsam gingen Freiwillige und Berufsfeuerwehr mit rund 80 Einsatzkräften, insgesamt vier C-Rohren und mehreren Trupps unter Atemschutz sowie dem Wasserwerfer der Drehleiter gegen die Flammen vor. Dabei wurde der Brand von der rückwärtigen Seite, der Gebäudevorderseite sowie im Innenangriff im Gebäude bekämpft. Mehrere Gasflaschen wurden aus den betroffenen Garagen geborgen und zur Kühlung in einen Pool gelegt. Nicht verhindern konnte der umfassende Einsatz aller Kräfte, dass die Doppelhaushälfte vollständig ausbrannte und das Haus damit unbewohnbar ist. Ein kleiner Trost: noch während des Brandes wurde aus dem Haus eine sichtlich aufgebrachte Katze gerettet und den Eigentümern übergeben.

Aufgrund der Windrichtung kam es während der Löscharbeiten zu einer Geruchsbelästigung in den Stadtteilen Mitte und Rheinfeld. An der Einsatzstelle wurden durch den Rettungsdienst mehrere betroffene Bürger wie auch Einsatzkräfte auf eine Rauchgasinhalation untersucht. Insgesamt wurden vier Betroffene – allesamt Bewohner des Brandhauses – ambulant im Rettungswagen behandelt. Sie wurden im Anschluss weiterhin seelsorgerisch betreut.

Der Brand selbst war nach etwa anderthalb Stunden unter Kontrolle. Da im ausgebrannten Anbau Glutnester vermutet wurden und ein Einsatz von Personal im massiv einsturzgefährdeten Bereich nicht möglich war wurde der Anbau noch am Abend von einem Bagger eingerissen. Größere Dachflächen des Brand- sowie des Nachbarhauses mussten zur Kontrolle von Dachpfannen befreit werden.

Aktuell zieht sich der Einsatz noch mit einer Brandsicherheitswache hin, die bis zum Morgen die Brandstelle auf mögliche Glutnester hin kontrolliert. Herzlich und dankenswert war die Unterstützung vor Ort: nicht lange dauerte es, bis den Einsatzkräften von Anwohnern Getränke und Kaffee bereitgestellt wurde.

Wie wichtig die Vorhaltung von einsatzbereiten Kräften in der Bereitstellung ist zeigte indes ein Paralleleinsatz in der Friedrich-Ebert-Straße: hier rückten um 19.48 Uhr verschiedene Kräfte der Feuerwehr zu einem Kellerbrand aus. Ein brennender Wäschetrockner konnte mit zwei Trupps unter Atemschutz schnell gelöscht werden.

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Für Dormagen im Einsatz
(Frankenstraße, Friedrich-Ebert-Straße, Bereitstellung in der Feuerwache und Brandsicherheitswache):

Leiterin der Feuerwehr
B-Dienst der Berufsfeuerwehr
C-Dienst der Berufsfeuerwehr
LZ 31 / Berufsfeuerwehr
LZ 32 / Nievenheim
LZ 33 / Hackenbroich
LZ 34 / Delhoven
LZ 35 / Straberg
LZ 36 / Gohr
LZ 37 / Zons
LZ 38 / Stürzelberg
LZ 39 / Mitte
Rettungsdienst mit 2 RTW und NEF
Polizei
Seelsorge Rhein-Kreis Neuss

Textquelle: Pressemitteilung Feuerwehr Dormagen

Patrick Schüller
Administrator, Journalist & Gründer von Emergency-Report.de E-Mail Kontakt: patrick.schueller(at)emergency-report.de

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