Samstag, 14. März 2026

14.07.2021 – Langenfeld Stadtgebiet – Unwetter: Großalarm: 361 Einsatzstellen abgearbeitet

Erstmeldung: Der anhaltende Starkregen sorgt in Langenfeld im Verlauf des Abends (14.07.2021) für Überschwemmungen in mehreren Bereichen des Stadtgebietes. Dies führt auch zu unbefahrbaren Straßen in mehreren Bereichen, die weiträumig umfahren werden sollten. Grundsätzlich sollte im Moment auf alle nicht notwendigen Fahrten verzichtet werden. Zu den gesperrten Straße gehören neben der Bahnunterführung Hardt unter anderem auch Teile der Schneiderstraße sowie die Kaiserstraße in Richrath. Alle Verkehrsteilnehmer werden gebeten, den Beschilderungen und Anweisungen der Einsatzkräfte vor Ort Folge zu leisten. Die Feuerwehr Langenfeld ist mit 257 Kräften im Einsatz und wird unterstützt von Kollegen aus Velbert, Emmerich und aus dem Münsterland sowie von den Maltesern, dem DRK und dem THW. Alle verfügbaren Pumpen und Geräte zum Abpumpen und Umleiten der Wassermassen arbeiten auf Hochtouren. Die Einsatzkräfte bitten um Verständnis, dass aktuell nicht umgehend auf alle eingehenden Wasserschadens-Meldungen reagiert werden kann.

Textquelle: Pressemeldung Stadt Langenfeld

Folgemeldung: Der gestrige Starkregen wirkt sich auch nach seinem Abklingen auf das weiterhin intensive Einsatzgeschehen der Feuerwehr in Langenfeld aus. Am heutigen Donnerstagmorgen bestehen aktuell ca. 100 offene Einsätze – überwiegend in der sogenannten Prioritätsstufe 3, bei der keine akute Gefährdung für Menschen vorliegt. Häufig wird bei Eintreffen der Einsatzkräfte festgestellt, dass sich die Betroffenen bereits selbst geholfen haben und die schlimmsten Schäden beseitigt sind. Für solche Fälle bittet die Feuerwehr darum, eine telefonische Rückmeldung zu geben, wenn der Einsatz nicht mehr notwendig sein sollte (TEL. 02173/794-2583). Besonderer Aufmerksamkeit bedürfen im noch andauernden Einsatzgeschehen einige der folgenden Bereiche im Stadtgebiet. Am Tannenweg sind diverse Häuser vollgelaufen. Die Kollegen der Feuerwehr aus Steinfurt im Münsterland haben bereits in einigen Häusern das Wasser abgepumpt, so dass im Moment nur noch wenige Häuser betroffen sind. An der Einmündung Rietherbach ist derzeit die Hildener Straße in Fahrtrichtung Hilden gesperrt – Grund dafür ist die Unterspülung einer Brücke. Der Landesbetrieb Straßen NRW ist alarmiert und wird sich die Situation vor Ort anschauen. Auch der bereits gestern vermeldeten, überschwemmten Garagenhof am Rietherbach, auf dem ein Trafo aus Sicherheitsgründen abgeschaltet werden musste, ist nach wie vor überflutet und ist mit Benzin und Öl vermischt, das nun vom THW mit Spezialgeräten abgepumpt werden muss. Da auch nach Abschluss dieser Arbeiten mindestens 2 bis 3 Stunden kein Strom für die Anwohnerschaft eingeschaltet werden könnte, wird auch dort eine Notbetreuung in der Turnhalle am Brückentor angeboten. Da Malteser und DRK inzwischen anderweitig eingesetzt sind, wurde überörtliche Hilfe angefordert. Auch zwei Brücken an der Riethrather Mühle und Götscher Mühle ist gesperrt. Hier ist eine Unterspülung der Grund für die Sperrung, die Brücken dürfen zurzeit nicht betreten werden. Darüber hinaus gibt es am Rietherbach ein einsturzgefährdetes Haus, ein Statiker ist über Krisenstab des Kreises Mettmann angefordert, um die Situation einzuschätzen. Am Kaisersbusch ist derzeit ein Experte vor Ort, der die Situation analysiert. Anschließend werden die Steinfurter Kollegen mit den Arbeiten vor Ort beginnen. In der Nacht ist den Bewohnern des Gebietes angeboten worden, in die Turnhalle am Brückentor evakuiert zu werden. Von diesem Angebot haben fünf Personen Gebrauch gemacht. Eine Betreuungseinheit der Malteser Langenfeld hat die Halle zur Notschlafstelle umfunktioniert. Betreuung und Verpflegung waren ebenfalls durch die Hilfsorganisation sichergestellt. Die anderen Bewohner dieses Bereiches sind in ihren Häusern geblieben. Die Unterführung an der Hardt ist inzwischen wieder für den Verkehr freigegeben. Aktuell sind 200 Kolleg/innen im Dienst, überwiegend die beiden Löschzüge aus Steinfurt, die die Langenfelder Wehrleute in der Ruhephasen entlasten. Seit 9 Uhr sind die Löschgruppen Wiescheid und Richrath wieder im Dienst, die anderen Löschzüge werden gegen Mittag wieder in das Einsatzgeschehen eingreifen, das mit Sicherheit noch insgesamt mehrere Tage andauern wird.

Textquelle: Pressemeldung Stadt Langenfeld

Insgesamt wurden 361 Einsätze im Stadtgebiet Langenfeld abgearbeitet.

Patrick Schüller
Patrick Schüller
Administrator, Journalist & Gründer von Emergency-Report.de E-Mail Kontakt: patrick.schueller(at)emergency-report.de

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