Montag, 3. Oktober 2022

28.09.2021 – Langenfeld Wiescheid – Stadtalarm: Dachstuhl eines Wohngebäudes in Vollbrand

Die Feuerwehr Langenfeld wurde am 28.09.2021 um 20:09 Uhr mit dem Einsatzstichwort „Keller / Zimmer / Wohnung – Menschenleben in Gefahr“ zu einem Einfamilienhaus in der Kirchstraße im Ortsteil Wiescheid alarmiert. Bei Eintreffen der ersten Einsatzkräfte stand der Dachstuhl des Fachwerkhauses bereits im Vollbrand. Unverzüglich wurden die ersten Brandbekämpfungsmaßnahmen eingeleitet. Der Führungsdienst erhöhte sofort die Alarmstufe auf „stillen Stadtalarm“ ohne die Sirenenalarmierung. Die fünf Bewohner des Hauses konnten leicht verletzt noch vor dem Eintreffen der Feuerwehr das Gebäude verlassen. Alle Personen wurden durch den Rettungsdienst eingehend untersucht, nur ein Bewohner musste zur weiteren Abklärung in ein Krankenhaus transportiert werden. An der Einsatzstelle wurden drei Abschnitte gebildet. Das Feuer wurde über das Wenderohr der Drehleiter und drei C-Rohren bekämpft. Weiterhin kam die Drehleiter aus der Nachbarstadt Monheim mit einem weiteren Wenderohr zum Einsatz. Durch diese Maßnahmen konnte ein Übergreifen der Flammen auf die Nachbarhäuser verhindert werden. Die Nachlöscharbeiten waren sehr personal- und zeitintensiv. Große Teile des Daches mussten geöffnet und die Dämmung entfernt werden. Nur so konnten auch die letzten Glutnester im Dachstuhl erreicht und abgelöscht werden. Der Malteser Hilfsdienst und das Rote Kreuz unterstützte und verpflegte die Einsatzkräfte. Weiterhin kam der Abrollbehälter Atemschutz aus Erkrath zum Einsatz. Der Grundschutz für das Stadtgebiet Langenfeld wurde während der Einsatzdauer durch die Feuerwehr Ratingen gestellt. Nach über 6 Stunden konnten alle Einsatzkräfte ihre Standorte wieder anfahren.

Textquelle: Pressemeldung Feuerwehr Langenfeld

Am Dienstagabend (28. September 2021) ist an der Kirchstraße in Langenfeld das Dach eines Einfamilienhauses in Brand geraten. Dabei wurde eine Person verletzt. Die Polizei konnte inzwischen die Brandursache klären.

Folgendes war geschehen:

Gegen 20 Uhr hatten zwei Handwerker im Auftrag des 42-jährigen Eigentümers des Hauses Dämmarbeiten auf dem Dach des Hauses verübt, wobei sie auch einen Brenner einsetzten. Nach aktuellem Ermittlungsstand der Polizei fing hierbei das unter der Teerpappe verlegte Styropor Feuer und begann zu brennen. Gemeinsam mit dem Eigentümer versuchten die Handwerker das Feuer zunächst selbst durch mehrere Eimer Wasser und mithilfe eines Gartenschlauchs zu löschen, was jedoch misslang. Daraufhin alarmierten sie die Langenfelder Feuerwehr, welche mit einem Großaufgebot, unterstützt durch überörtliche Hilfe benachbarter Feuerwehren, den Vollbrand des Dachgeschosses letztendlich unter Kontrolle bringen konnte und so verhinderte, dass die Flammen auf benachbarte Gebäude übergriffen.

Zum Zeitpunkt des Brandausbruchs befanden sich noch drei weitere Personen in dem Haus, diese konnten jedoch ebenso wie die beiden Handwerker das Gebäude rechtzeitig sowie unverletzt verlassen. Der 42-jährige Hauseigentümer verletzte sich bei dem Löschversuch am Fuß und musste zur Behandlung in ein Krankenhaus gebracht werden. Zudem musste während des Einsatzes ein benachbartes Wohnhaus evakuiert werden, da kurzzeitig die Gefahr bestand, dass das Brandhaus einstürzen könnte.

Auch nach aktuellem Erkenntnisstand ist das Gebäude weiterhin einsturzgefährdet. Daher hat die Feuerwehr das Grundstück weitläufig mit Bauzäunen abgesichert. Die Höhe des insgesamt entstandenen Sachschadens ist bislang nicht bekannt, dürfte aber im sechsstelligen Bereich liegen.

Die Polizei sperrte während des großen Feuerwehreinsatzes die Kirchstraße sowie die Bonner Straße zur Absicherung der Löscharbeiten ab. Hierbei kam es jedoch zu einem Zwischenfall, als um kurz vor 21 Uhr der Fahrer eines Audi A3 die Polizeiabsperrung durchbrach. Der Fahrer des Wagens mit Solinger Kennzeichen hielt sich nicht an die Anweisungen der Polizei und fuhr an den Einsatzkräften der Feuerwehr und der Polizei vorbei, wobei ein Polizist ein Zusammenstoß mit dem Fahrzeug nur verhindern konnte, indem er zur Seite sprang. Leider konnten nachalarmierte Polizeibeamte den Audi im Rahmen einer daraufhin eingeleiteten Fahndung nicht mehr antreffen. Gegen den Halter des Audis wurde jedoch nun ein entsprechendes Strafverfahren eingeleitet.

Textquelle: Pressemeldung Kreispolizeibehörde Mettmann

Patrick Schüller
Patrick Schüller
Administrator, Journalist & Gründer von Emergency-Report.de E-Mail Kontakt: patrick.schueller(at)emergency-report.de

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