11.10.2026 – Köln Zollstock – 14-jähriger „Trainsurfer“ durch Lichtbogen lebensgefährlich verletzt

Am Sonntagabend (11.10.2026) wurde die Feuerwehr um 20:44 Uhr zu einem Einsatz im Gleisbereich der Weißhausstraße alarmiert. An einem Zug des RE 5 war eine Person auf dem Zugdach gemeldet worden. Zur Sicherung des Einsatzes wurden sämtliche Gleise sofort gesperrt.

Bei Eintreffen der Einsatzkräfte waren vom Dach des Zuges Hilferufe zu hören. Aufgrund der unter Spannung stehenden Oberleitung durfte zunächst niemand den Zug besteigen. Erst nach Abschaltung und Erdung der Oberleitung konnte die Menschenrettung beginnen.
Gegen 22:00 Uhr gelangten die Einsatzkräfte auf das Dach des Zuges. Dort wurde ein 14-jähriger Jugendlicher mit schweren Verbrennungen an rund 80 Prozent des Körpers vorgefunden. Zur Unterstützung wurde der Rettungshubschrauber „Christoph Dortmund“ alarmiert. Der Jugendliche wurde bereits auf dem Zugdach durch Notärzte und Rettungskräfte versorgt und anschließend geborgen. Auch der Triebwagenführer sowie Fahrgäste wurden durch den Rettungsdienst gesichtet und betreut. Ein Teil der Betroffenen wurde zur weiteren Behandlung in Krankenhäuser transportiert.

Insgesamt waren rund 50 Kräfte der Berufsfeuerwehr, der Freiwilligen Feuerwehr und des Rettungsdienstes im Einsatz. Aufgrund der Belastung durch den Einsatz war auch die Psychosoziale Unterstützung (PSU) vor Ort, um die Einsatzkräfte nach der Rettungsaktion zu betreuen.

Köln (ots) – Am Sonntagabend (11. Oktober 2026) erlitt ein 14-jähriger Kölner bei einem Stromunfall im Bereich des Bahnhofs Köln Süd lebensgefährliche Verletzungen. Die Bundespolizei hat die Ermittlungen zur Unfallursache aufgenommen.

Gegen 20:50 Uhr nahmen Reisende in einem RE5 zwei Lichtblitze und Hilferufe wahr. Daraufhin wurde die Notbremse gezogen und der Zug kam kurz vor dem Bahnhof Köln Süd auf freier Strecke zum Stehen. Der Triebfahrzeugführer entdeckte den Jugendlichen mit schwersten Verbrennungen zwischen zwei Wageneinheiten und leitete umgehend die Rettungsmaßnahmen ein.

Nachdem die Oberleitung abgeschaltet und die Erdung erfolgt worden war, versorgten die Rettungskräfte den 14-Jährigen notfallmedizinisch und brachten ihn ins Krankenhaus nach Merheim, wo er sich weiterhin in intensivmedizinischer Betreuung befindet.

Zum Unfallzeitpunkt befanden sich rund 600 Reisende im Zug. Drei von ihnen klagten über gesundheitliche Beeinträchtigungen und wurden vor Ort durch Rettungskräfte behandelt. Anschließend wurde der Zug bis zum Bahnhof Köln Süd gebracht. Dort konnten die Reisenden in einen Ersatzzug umsteigen. Die Bahnstrecke war infolge des Unfalls rund drei Stunden gesperrt. Bei insgesamt 38 Zügen summierten sich die Verspätungen auf 2.775 Minuten.

Die Ursache des Unfalls ist Gegenstand der laufenden Ermittlungen der Bundespolizei.

Textquelle: Pressemeldung Bundespolizeidirektion Sankt Augustin

Jan Ohmen
Jan Ohmen
Journalist von Emergency-Report.de E-Mail Kontakt: jan.ohmen(at)emergency-report.de

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