14.07.2020 – Burscheid Hilgen – Stadtalarm: Wohnhausbrand mit massiver Rauchentwicklung

14.07.2020, 15:49 Uhr, Waldstraße, Burscheid-Hilgen

Am Dienstagnachmittag (14.07.2020) wurden alle vier Löschzüge um 15.49Uhr nach Hilgen zu einem gemeldeten Wohnhausbrand alarmiert.
Bei Eintreffen der ersten Einsatzkräfte schlugen bereits Flammen aus der oberen Etage. Umgehend wurde ein Löschangriff vorbereitet. Nach kurzer Zeit trafen weitere Kräfte ein, sodass die Einsatzstelle zügig in verschiedene Einsatzabschnitte/-bereiche unterteilt wurde.
Aufgrund anfänglicher Unklarheit über eventuell noch im Gebäude befindlichen Personen, wurde die Personensuche im Innenangriff (mit Atemschutz) angeordnet. Glücklicherweise konnte jedoch schnell Entwarnung gegeben werden – es befanden sich keine Personen mehr im Gebäude. Somit konnten die Einsatzkräfte sich voll und ganz auf die Brandbekämpfung konzentrieren.
Während einige Trupps mit Atemschutz im Innenangriff eingesetzt wurden, brachte man außerhalb die Drehleiter in Stellung, um das Feuer auch von außen bzw oben zu bekämpfen. Dazu wurde das Dach teilweise geöffnet. Um 16.16Uhr entschied der Einsatzleiter, dass man eine zweite Drehleiter benötige, um den Brand erfolgreich und effektiv bekämpfen zu können. Diese stelle man, nach Anforderung durch die Leitstelle, aus Wermelskirchen. Neben Innenangriff und zwei Drehleitern bekämpfte man auch von außen das Feuer. Sowohl die Drehleiter Burscheid als auch die Wermelskirchen Drehleiter deckten das Dach nach und nach ab, um den Brandherd lokalisieren zu können und um einen Löschangriff von oben ausführen zu können.
Gegen 18Uhr war absehbar, dass der Einsatz noch einige Zeit in Anspruch nehmen wird. Daher entschied man sich im Ortsansässigen Supermarkt Verpflegung für die anwesenden Einsatzkräfte zu besorgen. Bereits zu Beginn des Einsatzes kamen jedoch viele Anwohner auf uns zu und baten uns Verpflegung in Form von Kaffee an.
Immer wieder flammte es an verschiedenen Stellen auf, sodass man entschied das gesamte Dach abzudecken. So stellte man außerdem sicher, dass sich keine Glutnester im Dachstuhl verstecken. Gegen 20Uhr forderten wir, erneut über die Leitstelle, weitere Atemschutzgeräteträger an. Unsere Einsatzkräfte waren zu diesem Zeitpunkt zum Teil bereits mehrmals eingesetzt worden. (Ein Einsatz unter Atemschutz dauert in der Regel rund 30 Minuten – länger reicht die mitgeführte Atemluft nicht aus), gleicht aber einem gewaltigen Kraftakt für den Körper. Daher können und dürfen Einsatzkräfte nicht zu oft in kürzester Zeit eingesetzt werden.) Dieses Mal unterstützten uns Einsatzkräfte aus Leichlingen vom Löschzug Stadtmitte mit Personal.
Gegen 22Uhr rückten fast alle Einsatzkräfte ein. Lediglich die Burscheider Drehleiter, der Löschzug Dierath (den man zwischenzeitig in das eigene Gerätehaus zurückschickte, um den Grundschutz sicher zu stellen und kurz zuvor erneut zur Ablöse alarmieren lies), sowie die Kräfte aus Leichlingen verblieben noch bis in die Nacht vor Ort, um etwaige Glutnester abzulöschen und die Einsatzstelle zu kontrollieren. Die einrückenden Kräfte bereiteten alle genutzten Materialien an den Gerätehäusern für den nächsten Einsatz vor, ehe es nach diesem Kräftezehrenden Einsatz nach Hause ging. Die Brandursache ist unbekannt und nun Aufgabe der Polizei. Verletzt wurde glücklicherweise niemand.

Alarmierte Einheiten: Stadtalarm Burscheid, DLK Wermelskirchen, LZ Leichlingen-Stadtmitte, RTW & NEF Burscheid, RTW Leichlingen, Energieversorger, Polizei

Textquelle: Pressemeldung Feuerwehr Burscheid