Grevenbroich (ots) – Beim mehrstündigen Großbrand im Industriegebiet Ost in Grevenbroich wurden am Dienstagabend (23.04.2026) Betriebsgebäude und Werkstatt eines Autoteilehandels an der Nikolaus-Otto-Straße vollständig zerstört. Ein Übergreifen des Feuers auf den direkt angrenzenden Schrottplatz des Betriebes sowie auf benachbarte Gebäude konnte die Feuerwehr durch einen massiven, mehrstündigen Löschangriff verhindern. Durch den Brand, der gegen 18:30 Uhr ausgebrochen war, wurde ein Beschäftigter des Betriebes leicht durch Rauchgase verletzt. Ein Transport ins Krankenhaus war aber nicht erforderlich.
Gegen 21:30 Uhr war der Brand „unter Kontrolle“, so Einsatzleiter Brandoberinspektor Simon Wolter. „Die Gefahr einer Ausbreitung des Feuers war gebannt.“ Ein Ende des Einsatzes war am späten Donnerstagabend aber noch nicht absehbar. „Wegen der im Gebäude weiterhin vorhandenen Brandnester dauern die Löscharbeiten sicherlich noch mehrere Stunden an“, so Wolter.
Aufgrund der Einsturzgefahr des betroffenen Gebäudes war es den Wehrleuten nicht mehr möglich, zu den verbliebenen Brandnestern im Gebäude zu gelangen. Am späten Abend begannen daher Kräfte des Technischen Hilfswerks, an einzelnen Stellen die Gebäudewände zu öffnen, damit die Feuerwehrleute von außen an die weiterhin bestehenden Brandherde gelangen können.
Besonders zu Beginn der Brandbekämpfung stellten die zahlreichen im Gebäude befindlichen Gasflaschen eine besondere Gefahr für die Rettungskräfte dar. Soweit möglich brachten die Wehrleute die Druckgasflaschen in Sicherheit oder kühlten sie, um Explosionen zu verhindern. Bis in den späten Abend wurden glücklicherweise keine Einsatzkräfte verletzt.
Aufgrund der starken Rauchentwicklung und der damit verbundenen Geruchsbelästigung hatte Einsatzleiter Wolter gegen 19:20 Uhr eine Gefahreninformation über die Warn-App NINA für Grevenbroich, Jüchen und Rommerskirchen veranlasst. Außerdem wurde die Bahnstrecke zwischen Grevenbroich und Rommerskirchen für mehrere Stunden gesperrt.
Spezialkräfte der sogenannten Messkomponente im Rhein-Kreis Neuss nahmen während des Einsatzes Luftmessungen im betroffenen Gebiet vor. Abgesehen von der Beeinträchtigung durch Brandgeruch ergaben die Messungen allerdings keine gesundheitsgefährdenden Konzentrationen von Schadstoffen in der Luft. Um 23:30 Uhr wurde die NINA-Meldung zurückgenommen.
Insgesamt waren bis in den Abend rund 150 haupt- und ehrenamtliche Kräfte der Feuerwehr Grevenbroich über Stunden im Einsatz gebunden. Bereits kurz nach dem Ausbruch des Feuers hatte die Feuerwehr wegen der Brisanz des Brandes „Stadtalarm“ für alle verfügbaren Einsatzkräfte ausgelöst.
Zusätzlich unterstützten Angehörige der Feuerwehren aus Jüchen und Dormagen mit dem Drohnenteam beziehungsweise einem Großtanklöschfahrzeug die Brandbekämpfung. Das Team des Einsatzleitwagens 2 des Rhein-Kreis Neuss sowie der Rettungsdienst waren mit weiteren Kräften vor Ort.
Aussagen zur Schadenshöhe oder zur Brandursache kann die Feuerwehr nicht machen. Eine Abschlussmeldung zum Einsatz folgt im Laufe des Freitags.
Textquelle: Pressemeldung Feuerwehr Grevenbroich
Folgemeldung: Grevenbroich (ots) – Die Feuerwehr konnte die umfassende Brandbekämpfung bei dem Großbrand, der am Donnerstagabend (23.6.) gegen 18:30 Uhr in einem Autoteilehandel im Grevenbroicher Industriegebiet Ost ausgebrochen war, am frühen Freitagmorgen gegen 2:30 Uhr beenden. Zur Kontrolle der Einsatzstelle blieb jedoch eine ehrenamtliche Löscheinheit während der Nachtstunden vor Ort, um gelegentlich wieder aufflammende Kleinbrände in dem einsturzgefährdeten Gebäude sofort bekämpfen zu können.
Die Brandwache wird nach aktueller Planung noch bis Freitagabend andauern; aktuell erfolgt ein Austausch der Kräfte durch eine weitere ehrenamtliche Löscheinheit. Grund ist, dass das Gebäude nicht mehr betreten werden kann und daher der direkte Zugang zu allen Glutnestern nicht möglich ist. Das verzögert die Löschmaßnahmen und damit das endgültige Einsatzende.
Wesentlich zum Löscherfolg beigetragen haben Kräfte des Technischen Hilfswerks einer Facheinheit aus Essen, die mit einem Spezialbagger mehrere an das Gebäude angebaute Container von außen geöffnet haben. Diese als Lagerräume, Werkstätten und Büros genutzten Container waren wegen des Brandes und der Einsturzgefahr für die Wehrleute nicht von innen erreichbar. Nach dem Öffnen waren sichere Löschmaßnahmen auch von außen möglich.
Während Betriebsgebäude, Lager und Werkstatt durch den Brand vollständig zerstört wurden, konnte die Grevenbroicher Feuerwehr, unterstützt durch Kräfte der Feuerwehren aus Jüchen und Dormagen, die anfänglich drohende Ausbreitung des Feuers auf einen zum Betrieb gehörenden, direkt angrenzenden Schrottplatz verhindern.
Insgesamt waren mehr als 150 Kräfte aus Grevenbroich in den Einsatz eingebunden. Mit seiner Größe und Brandintensität zählt der gestrige Großbrand zu den umfangreichsten Einsätzen der Grevenbroicher Wehr im vergangenen Jahrzehnt.
Textquelle: Pressemeldung Feuerwehr Grevenbroich


















































