Sonntag, 16. Mai 2021

17.02.2015 – VELBERT STADTMITTE – GROSSBRAND: 200 EINSATZKRÄFTE KÄMPFEN GEGEN FEUER IN CHEMIEFABRIK

Über 200 Einsatzkräfte waren am gestrigen Abend im Industriegebiet Röbbeck im Einsatz, nachdem eine Firmenhalle an der Siemensstraße in Flammen stand. Nach ersten Erkenntnissen war der Brand im Bereich einer elektrischen Gabelstapler-Ladestation ausgebrochen. Mitarbeiter des Unternehmens, das Hautschutz-, Hautreinigungs- und Hautpflegeprodukte für verschiedenste Anwendungsbereiche in der Arbeitswelt herstellt, hatten noch vor Eintreffen der ersten Helfer eigene Löschversuche unternommen. Die Flammen waren jedoch schon in die Wand der rund 600 Quadratmeter großen Halle gedrungen. Mit mehreren C-Rohren im Innenangriff wie auch von außen, des weiteren mit Wasserwerfern über zwei Drehleitern gingen die Löschzüge gegen das Feuer vor. Während die erste Leiter von der Siemensstraße aus eingesetzt wurde, mußte für die zweite Drehleiter an der Gebäudeseite erst Platz geschaffen werden. Daher wurden mittels Motorkettensäge zwei Bäume gefällt. Mitarbeiter der Stadtwerke hatten bereits frühzeitig die Versorgung des Gebäudes mit Gas, Strom und Wasser unterbrochen.

Aufgrund der Rauchentwicklung waren außerdem ein Meßzug und ein Zug „Warnen der Bevölkerung“ aus Ratingen alarmiert worden. Die hinter der Einsatzstelle gelegene Harkortstraße wurde vorsichtshalber evakuiert, deren Anwohner vom DRK betreut, das auch die Verpflegung der Einsatzkräfte übernahm. Anwohner im weiteren Bereich der Einsatzstelle wurden aufgefordert, Türen und Fenster geschlossen zu halten. Messungen auf Schadstoffbelastungen fielen indessen negativ aus. Daneben waren auch Maßnahmen zum Auffangen des Löschwassers vorbereitet worden, nach Messungen und Rücksprache mit der zuständigen Kläranlage wurde darauf jedoch verzichtet. Mitarbeiter des Landes-Umwelt-Amtes (LANUV), der Unteren Wasserbehörde und der Technischen Betriebe waren ebenfalls vor Ort.

Mit massivem Einsatz von Wasser und zum großen Teil unter Atemschutz vorgehendem Personal gelang es, ein Übergreifen des Feuers auf die komplette Halle zu verhindern. Etwa ein Drittel des Gebäudes wurde durch den Brand zerstört oder aufs schwerste beschädigt, der Rest der Halle samt Inhalt kam mit teilweiser Beaufschlagung durch Rauch, Ruß und Hitze deutlich glimpflicher davon. Am Abend gelang es den Einsatzkräften schließlich, den Brand unter Kontrolle zu bringen, und gegen 21.30 Uhr konnte ein großer Teil der über 200 Einsatzkräfte abgezogen werden. Nachlöscharbeiten sowie die Bekämpfung von Glutnestern dauerten bis in die Nacht hinein an, erst gegen 7.33 Uhr am heutigen Morgen konnte das letzte Löschfahrzeug an seinen Standort zurückkehren. Anschließend hat die Polizei Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen.

Die Höhe des Sachschadens ist derzeit noch nicht bekannt, dürfte sich aber im mindestens sechsstelligen Bereich bewegen. Ein Mitarbeiter des Betriebes war wegen Verdachts einer Rauchgasvergiftung vom Rettungsdienst behandelt und anschließend zum Klinikum Niederberg transportiert worden. Der 57-jährige Velberter konnte das Krankenhaus nach eingehender Untersuchung wieder verlassen, ebenso zwei Angehörige der Feuerwehr, die sich bei ihrem Einsatz leicht verletzt hatten. Die Siemensstraße war während der Löscharbeiten zwischen Langenberger Straße und Stahlstraße für den Verkehr gesperrt, zeitweilig aufgrund der Rauchentwicklung auch die Langenberger Straße zwischen Rottberger Straße und Bleibergstraße. Die Bewohner der Harkortstraße konnten schließlich am Abend wieder in ihre Häuser zurückkehren.

Textquelle: Pressemeldung Feuerwehr Velbert

Avatar
Patrick Schüller
Administrator, Journalist & Gründer von Emergency-Report.de E-Mail Kontakt: patrick.schueller(at)emergency-report.de

Ähnliche Beiträge

Social

33,685FansGefällt mir
12,000FollowerFolgen
76,500AbonnentenAbonnieren
- Werbung -

Letzte Artikel