Als deutscher Fotograf habe ich mich am Dienstag spontan auf den Weg nach Griechenland gemacht um die Waldbrände zu dokumentieren und um die Kräfte vor Ort zu unterstützen. Vom Flugzeug konnte man schon Eindrücklich den Rauch über Griechenland sehen. Als ich Abends am Flughafen Athen angekommen bin ahnte ich noch nicht welche Eindrücke ich in der Nacht erleben werde – eine Extremsituation die auf mich zukam.
Bereits aus meinem Hotel, welches sich in Anixi befand, habe ich das Feuer im Naturschutzgebiet Parnitha gesehen. Am Anfang noch am Gipfel, relativ weit weg von Häusern und Infrastruktur. Als Erstes habe ich an der Straße Aetopetras gehalten. Von dort hatte ich einen guten Blick auf der Feuer und konnte beobachten, wie die Feuerwehr eine Riegelstellung aufbaut. Auch Bulldozer haben dort eine Schneise geschlagen, um das angrenze Dorf zu schützen.
Als der Wind auffrischte und die ersten Funken flogen, eskalierte die Lage plötzlich. Ich fuhr in das Nachbardorf, auf der Straße Panagias Ntardizas standen bereits die Kräfte und warteten auf das Feuer welches rasen schnell den Berg runterkam. Es war beängstigend. Innerhalb kürzester Zeit war das Dorf mit teilweise 50 Meter hohen Flammen umschlossen. Flammen überall wo man hinschaut – hinten, vorne, links und rechts. Die Funken flogen durch die Gegend – überall plötzlich neue Feuer. Man tritt aus was man kann. Man packt plötzlich einfach mit an. Man funktioniert. Immer mit dem Gedanken: Wie und wo komme ich raus? Wenn ich nicht rauskomme , wohin gehe ich wenns in die Hose geht? Bewohner und Feuerwehr kämpfen mit allen mitten gegen die Flammen – erfolgreich. Kaum ein Haus wurde beschädigt – ein Wunder bei den Bildern. Bilder die beeindrucken.
Durch den Funkenflug geriet auch das Feuer an der ersten Position – an der Straße Aetopetras – schnell außer Kontrolle. Als ich dort wieder Eintraf, war dies schon fast im Tal angekommen. Das Glück der Einsatzkräfte: Es war mittlerweile fast wieder hell, sodass die Hubschrauber fliegen konnten. Tausende Liter Wasser warfen die Hubschrauber innerhalb Minuten auf den Feuersaum Richtung Tal ab. Aufgrund des Windes fraß sich das Feuer weiter Richtung Osten, sodass sich die Flammenhölle weiter ausbreitete.
Weitere Bilder gibt es im nächsten Part der Waldbranddoku.