Mittwoch, 20. Oktober 2021

24.09.2021 – Langenfeld – Großbrand: KFZ-Werkstatt in Vollbrand mit massiver Rauchentwicklung

Am Freitagnachmittag (24.09.2021) wurde die Feuerwehr der Stadt Langenfeld zu einem massiven Brandereignis auf die Hans-Böckler-Straße alarmiert. Gegen 17:14 Uhr kam es zu einem Feuer in einer KFZ Werkstatt. Bereits auf der Anfahrt konnten die Einsatzkräfte eine riesige Rauchwolke beobachten. Der Führungsdienst erhöhte sofort die Alarmstufe auf „Stadtalarm“ und lies die Sirenen auslösen. Bei Eintreffen der ersten Einsatzkräfte stand eine ca. 20×50 m große Halle in Vollbrand und meterhohe Flammen schlugen aus den Toren. Zudem kam es immer wieder zu mehreren Explosionen im Gebäude. Unverzüglich wurden 3 brandbekämpfende Einsatzabschnitte gebildet und ein ebenso starker Löschangriff gestartet.

Der Betreiber der Werkstatt und eine weitere Person konnten sich schwer verletzt aus dem Brandobjekt retten. Diese wurden durch den Rettungsdienst versorgt und in ein nahe gelegenes Krankenhaus sowie in eine Fachklinik verbracht. Der verletzte Betreiber konnte vor dem Abtransport ins Krankenhaus, den Einsatzleiter über die in der Werkstatt gelagerten Gefahrstoffe informieren. Demnach sollten mehrere Gasflaschen, wie Acetylen und Sauerstoff, Reifen, Betriebsstoffe und andere leicht brennbare Stoffe in dem Gebäude gelagert sein. Die Acetylenflasche stellte aufgrund der extremen Explosionsgefahr eine besondere Gefährdung für die Feuerwehrleute dar.

Da von einer massiven Gefährdung für die Wehrleute ausgegangen werden musste und noch nicht klar war, ob sich das Schadenbild ausbreitet, wurde ein weiterer Abschnitt Rettungsdienst eingerichtet. Das Alarmstichwort wurde rettungsdienstlich auf NA5 erhöht. Zu den bereits an der Einsatzstelle befindlichen Rettungsmitteln wurden der Leitende Notarzt des Kreises Mettmann, der organisatorische Leiter Rettungsdienst, drei Rettungswagen und zwei Notarzteinsatzfahrzeuge dazu geordert.

Zeitnah wurde die Langenfelder Bevölkerung und Bevölkerung im Hildener Süden über die NINA App gewarnt. Da unklar war ob Schadstoffe im Rauch gebunden waren, wurden durch die Einsatzleitung Spezialfahrzeuge der Messkomponente aus Velbert alarmiert. Diese begannen nach ihrem Eintreffen unverzüglich mit einer fortlaufenden Luft und Gefahrstoff Messungen im Niederschlagsbereich der Rauchwolke. Zeitweise lag das Krankenhaus Richrath im Gefährdungsbereich dieser Rauchwolke. Die Ergebnisse der fortlaufenden Messungen ergaben aber zu keinem Zeitpunkt eine Gefährdung der Bevölkerung oder angrenzender Anlagen. Somit konnte zeitnah die NINA Meldung herunter gestuft werden und auf das Stadtgebiet begrenzt werden.

Die starke Flammenbildung in der Werkstatt und die sich immer wieder entzündenden Reifen machte es notwendig einen Schwerschaumangriff einzuleiten. Zeitweise waren diverse Wasserwerfer, C- Strahlrohre, B-Rohre und die Drehleiter mit einem weiteren Werfer im Einsatz. Die Konstruktion des Gebäudes erschwerte die Löscharbeiten. Es kam vermehrt zu Teileinstürzen in der Gebäudestruktur. Die Trümmerteile verhinderten das, dass Löschwasser an den Brandherd gebracht werden konnte. Ein Innenangriff konnte aufgrund der Einsturzgefahr und der Gefährdung durch die Acetylenflasche nicht eingeleitet werden.

Bedauerlicher Weise wurden während der Löschmaßnahmen zwei Feuerwehrangehörige verletzt. Diese wurden ebenfalls in nahe gelegene Krankenhäuser verbracht.

Das Feuer im Werkstattbereich konnte durch das einbringen verschiedenster Löschmittel gelöscht werden. In einem Zwischengeschoss, unter dem Dach, brannte es aber massiv weiter. Ein nachgefordertes Spezialfahrzeug der Berufsfeuerwehr Ratingen versuchte mit dem Löschsystem Cobra einen Löscherfolg zu erzielen. Das Löschsystem Cobra arbeitet mit einem Druck von 300 bar. Das Löschwasser wird hier mit Abrasionsmittel versetzt und kann so durch Wände schneiden, um dahinter liegende Bereiche abzulöschen. Auch dies brachte nicht den gewünschten Löscherfolg. Somit wurde es notwendig das Dach mit einem Bagger des THW einzureißen, um das Löschwasser an den gewünschten Ort zu bringen. Einige vor der Werkstatt parkende PKW mussten mit Abschleppwagen entfernt werden, damit der Bagger aufgestellt werden konnte. Das THW unterstütze lange Zeit die Maßnahmen der städtischen Retter. Unter anderen kam eine Drohne mit Wärmebildkamera zum Einsatz. Diese Ermöglichte es ein genaues Lagebild zu erhalten und einen gezielten Löschangriff zu koordinieren. Um ein sicheres arbeiten der Wehrleute, während der zunehmenden Dunkelheit zu gewährleisten, wurde die Einsatzstelle durch die Mitarbeiter des THW ausgeleuchtet. Ein Radlader stand für weitere Abrissmaßnahmen ebenfalls zur Verfügung, ebenso wie diverse Fachberater.

Die Feuerwehr Langenfeld wurde durch Feuerwehrkräfte aus den Städten Hilden, Mettmann, Monheim, Erkrath, Velbert und Ratingen unterstützt. Unter anderen waren zwei Abrollbehälter Atemschutz, ein Einsatzleitwagen (ELW 2), diverse Drehleitern und Sonderfahrzeuge mit Spezialgeräten im Einsatz. Darüber hinaus stellten die Malteser einen ELW, der die Kräfte im Bereitstellungsraum koordinierte. Das Rote Kreuz verpflegte die Einsatzkräfte an der Einsatzstelle mit Lebensmitteln und Getränken. Außerdem waren die untere Wasserbehörde, das Umweltamt sowie das Ordnungsamt und die Polizei mit Kräften vor Ort.

Insgesamt waren über 135 Einsatzkräfte aus mehreren Städten für mehrere Stunden im Einsatz. Aufgrund der hohen Gefahrenlage und dadurch, dass nach dem Teilabriss die Acetylenflasche nicht geborgen werden konnten, mussten einige Anwohner die Nacht bei Verwandten verbringen. Die Löschmaßnahmen erstreckten sich bis weit in die Nacht. Anschließend wurde eine Brandwache durch die Feuerwehr Langenfeld eingerichtet. Ein Abschluss der Einsatzmaßnahmen wird für den Nachmittag des 25.September 2021 erwartet.

Am Abend des 24.09.2021 gegen 19:15 Uhr wurde der Feuerwehr Langenfeld zusätzlich ein Dachstuhlbrand auf der Marienstraße im Ortsteil Richrath gemeldet. Glücklicherweise konnte der Entstehungsbrand in der Küche noch vor dem Eintreffen der Einsatzkräfte durch den Eigentümer gelöscht werden. Auch hier wurde die Feuerwehr Langenfeld durch die bereitstehenden überörtlichen Löscheinheiten tatkräftig unterstützt.

Textquelle: Pressemeldung Feuerwehr Langenfeld

Am späten Freitagnachmittag (24. September 2021) kam es zu einem Vollbrand in einer Autowerkstatt an der Hans-Böckler-Straße in Langenfeld. Die Einsatzkräfte der Feuerwehr kämpften bis in die Nacht gegen die Flammen. Die Polizei ermittelt zur Brandursache.

Das war geschehen:

Gegen 17:15 Uhr kam es in der Halle einer Autowerkstatt an der Hans-Böckler-Straße in Langenfeld aus bisher noch ungeklärter Ursache zu einem Brandausbruch. Bei Eintreffen der von Zeugen alarmierten Einsatzkräfte der Polizei sowie der Feuerwehr brannte die Werkstatthalle bereits in voller Ausdehnung. Dank eines hohen Kräfteansatzes der Feuerwehr Langenfeld sowie umliegender Städte konnte ein Übergreifen der Flammen auf ein nahegelegenes Wohngebäude sowie angrenzende Firmenräumlichkeiten verhindert werden.

Die Polizei sperrte die Zufahrtsstraßen zu dem Brandgebiet in Höhe der Düsseldorfer Straße sowie zur Einmündung der Elisabeth-Selbert-Straße ab und warnte über die sozialen Medien die Bevölkerung aufgrund der starken Rauchentwicklung vor möglichen Gesundheitsgefahren.

Die 35 und 60 Jahre alten Firmeninhaber der Autowerkstatt, die zum Zeitpunkt des Brandausbruchs in der Halle beschäftigt waren, wurden durch die Flammen sowie die Rauchgasentwicklung verletzt. Der 35-jährige Langenfelder musste mit starken Brandverletzungen zur stationären Behandlung in eine Spezialklinik gebracht werden. Auch zwei Feuerwehrleute erlitten Verletzungen und mussten zur stationären Behandlung in ein nahegelegenes Krankenhaus gebracht werden.

Die Polizei hat ein Strafverfahren zur Klärung der Brandursache eingeleitet und die Kriminalpolizei hat die weiteren Ermittlungen übernommen. Nach dem derzeitigen Stand der Ermittlungen können noch keine Angaben zur Brandursache getätigt werden. Hinweise auf eine vorsätzliche Brandlegung liegen derzeit jedoch nicht vor.

Die Brandexperten der Kriminalpolizei schätzen den Brandschaden auf circa 250.000 Euro.

Zeugen, die sachdienliche Angaben zu dem Brandgeschehen tätigen können, werden gebeten, sich jederzeit mit der Polizei Langenfeld, Telefon 02173 / 288 6310, in Verbindung zu setzen.

Textquelle: Pressemeldung Kreispolizeibehörde Mettmann

Patrick Schüller
Administrator, Journalist & Gründer von Emergency-Report.de E-Mail Kontakt: patrick.schueller(at)emergency-report.de

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