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Dienstag, 16. April 2024

26.03.2024 – Castrop-Rauxel Behringhausen – Großbrand: Baumarkt in Vollbrand

Am Dienstagabend (26.03.2024), kurz vor 19:30 Uhr, wurde die Feuerwehr zu einem Brandereignis in einem Baumarkt am Westring im Ortsteil Behringhausen alarmiert. Bereits auf der Anfahrt deutete eine massive Rauchwolke auf ein Brandereignis hin. Bei Eintreffen der ersten Einsatzkräfte stand ein Teil das Außenlagers, sowie ein Teil der Dachhaut in Flammen. Die Flammen schlugen zu diesem Zeitpunkt durch geplatzte Fensterscheiben in den Verkaufsraum über. Umgehend wurde das Einsatzstichwort auf F5 erhöht, wodurch alle ehrenamtlichen fünf Löschzüge der Feuerwehr Castrop-Rauxel alarmiert wurden. Da die Öffnungszeit des Baumarktes um 19:00 Uhr endete und aufgrund der verschlossenen Verkaufsräume alles darauf hindeutete, dass sich keine Personen mehr im Gebäude befanden, wurde ein massiver Löschangriff von außen gestartet. Zwei direkt angrenzende Gewerbebetriebe inklusive einem 5.000l Heizöltank wurden umgehend gekühlt und gesichert. Weiterhin wurden eine Vielzahl von im Außenlager stehenden Propangasflaschen in Sicherheit gebracht. Aufgrund der hohen Brandlasten im Baumarkt, in Verbindung mit explodierenden Spraydosen und Gaskartuschen, war eine Brandausbreitung auf den kompletten Verkaufsbereich nicht aufzuhalten. Zur Unterstützung das Außenangriffes wurden noch zwei Drehleitern aus Dortmund und Herne für einen gezielten Löschangriff von oben angefordert. Aufgrund des massiven Brandrauch, welcher sich in Richtung Herne ausbreitete, wurde der Messzug des Kreises Recklinghausen alarmiert, welcher Luftanalysen und Niederschlagsproben auswertete. Ein Hygienefahrzeug, sowie ein Atemschutzgerätefahrzeug wurden weiterhin angefordert, um so bestehende Schutzkonzepte für die Einsatzkräfte sicherstellen zu können. Ein Löschzug der Feuerwehr Recklinghausen Suderwich übernahm den Grundschutz der Stadt und wurde an der Hauptwache der Feuerwehr Castrop stationiert. Der Brand konnte weitestgehend in die frühen Morgenstunden des Mittwochs gelöscht werden. Da das Gebäude als einsturzgefährdet eingestuft wurde und der Verkaufsraum nicht mehr betreten werden konnte, flammten Glutnester bis zum Donnerstagabend immer wieder auf, da sie nicht gezielt abgelöscht werden konnten. Für die Nachlöscharbeiten wurden die Einsatzkräfte am Mittwoch morgen von ehrenamtlichen Kräften der Feuerwehr Datteln, sowie einem Ausbildungslehrgang der Hauptwache Castrop unterstützt. Auch das THW unterstützte die Kollegen vor Ort mit einem Bagger, welche unter anderem schwelende Paletten mit gepressten Holzbriketts aus dem Warenlager zog, so dass diese außerhalb des Gefahrenbereiches endgültig abgelöscht werden konnten. Bis zum Freitag folgten regelmäßige Einsätze mit Nachlöscharbeiten, welche dann wieder von den ehrenamtlichen Kräften der Castroper Löschzüge übernommen wurden. Auf ein massiven Schaumangriff zum Ablöschen der Glutnester wurde in Abstimmung mit der Emschergenossenschaft verzichtet, da die Gefahr bestand, dass das auflegen eines Schaumteppiches in den benachbarten renaturierten Landwehrbach abfließen könnte.
Am Einsatz waren die Feuerwehren aus Castrop-Rauxel, Datteln, Dortmund, Herne, Recklinghausen sowie das THW und der Rettungsdienst beteiligt.
 
Textquelle: Pressemeldung Feuerwehr Castrop-Rauxel

 

Patrick Schüller
Patrick Schüller
Administrator, Journalist & Gründer von Emergency-Report.de E-Mail Kontakt: patrick.schueller(at)emergency-report.de

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