15.10.2020 – Bochum Gerthe – Großbrand: Schrottplatz in Vollbrand mit massiver Rauchentwicklung

Erstmeldung: Bochum (ots) – Die Feuerwehr Bochum wurde um 16:30 Uhr (14.10.2020) zu einem Brand in einem Autoverwertungsbetrieb in der Daimlerstraße in Bochum gerufen.
Bei Eintreffen der ersten Einsatzkräfte brannten mehrere Schrottfahrzeuge – die Brandausbreitung ist auf Grund der Brandlast sehr hoch. Es wurde daraufhin Vollalarm für das gesamte Stadtgebiet ausgelöst. Die Einheiten der Freiwilligen Feuerwehr sowie der Führungsdienst der Berufsfeuerwehr sind alarmiert. Derzeitig wird eine umfangreiche Einsatzleitung eingerichtet. Aktuell sind ca. 150 Einsatzkräfte der Berufsfeuerwehr aller drei Wachen und der Freiwilligen Feuerwehr im Einsatz. Ebenfalls ist ein Tanklöschfahrzeug der Feuerwehr Herne und ein Gelenkmast der Feuerwehr Dortmund vor Ort.

Textquelle: Pressemeldung Feuerwehr Bochum

Folgemeldung: Bochum (ots) – Das Feuer ist mittlerweile unter Kontrolle, jedoch sind weiterhin noch Glutnester vorhanden die perspektivisch mit Schaummittel abgedeckt werden sollen. Im Einsatz waren bisher 200 Einsatzkräfte. Neben Einsatzkräfte der Feuerwehr Bochum ist auch Unterstützung von der Feuerwehr Dortmund, Feuerwehr Herne, dem THW OV Bochum und der Johanniter Unfallhilfe vor Ort. Vom Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (LANUV) sind Fachberater an der Einsatzstelle, um die Auswirkung des Löschwassers auf die Umwelt zu beurteilen.
Das Stadtgebiet Bochum und Teile von Dortmund wurden mittels Messfahrzeugen befahren, um die Luft auf schädliche Stoffe zu untersuchen. Alle Messergebnisse waren diesbezüglich negativ. Die Nachlöscharbeiten werden sich noch bis in die Nacht hinein hinziehen.

Textquelle: Pressemeldung Feuerwehr Bochum

Folgemeldung: Bochum (ots) – 17 Stunden nach Brandausbruch ist der Brand auf dem Gelände eines Autoverwertungsbetriebes nahezu gelöscht. Die ganze Nacht über waren Einsatzkräfte der Feuerwehr Bochum unterstützt durch Kräfte der Feuerwehren Dortmund, Herne, Gelsenkirchen sowie der Werkfeuerwehr Thyssen und Messfahrzeugen aus dem Regierungsbezirk Arnsberg im Einsatz. Alle Messungen verliefen negativ, an keinem Ort konnten schädliche Schadstoffwerte festgestellt werden. Durch das THW wurde die Einsatzstelle ausgeleuchtet, die Versorgung der Einsatzkräfte stellte die Sondereinheit Verpflegung der Freiwilligen Feuerwehr Bochum sicher.
Um den Brand zu löschen, wurden die Einsatzstelle mit Schaum abgedeckt. Rund 6.500 Liter Schaummittel wurden verbraucht, um einen bis zu drei Meter hohen Schaumteppich zu erzeugen. Durch den Schaumeinsatz konnte die Rauchentwicklung sehr schnell reduziert werden, sodass auch die NINA-Warnung vor Geruchsbelästigungen mittlerweile aufgehoben wurde. Derzeit laufen die Aufräumarbeiten. Rund 4.000 Meter Schlauchmaterial müssen aufgenommen werden. Anschließend wird eine Brandwache vor Ort bleiben, um erneut aufflammende Brandnester ablöschen zu können.

Textquelle: Pressemeldung Feuerwehr Bochum

Abschlussmeldung: Bochum (ots) – Der Feuerwehreinsatz nach dem Brand auf dem Gelände des Autoverwertungsbetriebes konnte nach 21 Stunden um 13.35 Uhr beendet werden. Zum Abschluss mussten noch einige ausgebrannte Schrott-PKW durch einen Schrottbagger entfernt werden, um so auch noch die letzten Brandnester ablöschen zu können. Abschließend einige Zahlen zum größten Feuerwehreinsatz der letzten Jahre: Es brannten über 100 Schrott-PKW sowie eine Halle auf einer Fläche von rund 1.800 Quadratmetern.
Am Einsatz waren alle drei Feuerwachen der Berufsfeuerwehr sowie alle 14 Löscheinheiten sowie die Sondereinheiten Führungsunterstützung und Verpflegung der Freiwilligen Feuerwehr beteiligt. Überörtliche Unterstützung leisteten folgende Feuerwehren: Feuerwehr Dortmund (Teleskopmast, mehrere Löschzüge der Freiwilligen Feuerwehr, Meßfahrzeug sowie Schaummittel), Feuerwehr Herne (Meßfahrzeug, Tanklöschfahrzeug), Feuerwehr Gelsenkirchen (Schaumittel), Feuerwehr Essen (Atemschutzgeräte), Meßfahrzeuge aus dem gesamten nördlichen Regierungsbezirk Arnsberg. Weitere Unterstützung erfolgte durch die Werkfeuerwehr Thyssen Krupp (Teleskompast), das Technische Hilfswerk (Beleuchtung und Führung des Bereitstellungsraums), die Polizei (Absperrung), das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (Schadstoff-Messungen), die Stadtwerke und Gelsenwasser. Für die Wasserversorgung wurden rund 4.000 Meter Schlauchmaterial verlegt. Insgesamt kamen 40 Atemschutzgeräte sowie 35 Atemschutzfilter zum Einsatz. Während der Löschmaßnahmen wurden zeitweise bis zu 10.000 Liter Wasser pro Minute in die Flammen gespritzt. Anschließend wurde die Einsatzstelle eingeschäumt, wofür rund 6.500 Liter Schaummittel verwendet wurden.

Textquelle: Pressemeldung Feuerwehr Bochum