09.08.2020 – Rhein bei Düsseldorf – Großeinsatz: 18-jähriger beim Baden untergegangen und wird seitdem vermisst

Düsseldorf (ots) – Das letzte Ferienwochenende in NRW mit hochsommerlichen Temperaturen von bis zu 36 Grad Celsius sorgte für ein arbeitsreiches Wochenende bei der Feuerwehr Düsseldorf. Von Freitag, 7. August 7 Uhr bis Montag Morgen 7 Uhr bearbeiteten die Disponenten der Leitstelle rund 3.000 Telefonanrufe und alarmierten die 196 Einsatzkräfte auf den Feuer- und Rettungswachen zu 1.026 Einsätzen.

Am Samstag, 8. August um 16.36 Uhr wurde ein Mensch Höhe Himmelgeist im Rhein gesichtet. Durch Einsatzkräfte aus dem Rhein-Kreis Neuss konnte dieser wenig später gerettet und auf Neusser Seite an Land gebracht werden. Nur einen Tag später rückte die Feuerwehr Düsseldorf innerhalb von 90 Minuten zu zwei weiteren Rettungsaktionen aus. Um 14.20 Uhr wurde ein Mann im Rhein in Höhe des Lohauser Deichs gesichtet. Der Schwimmer konnte eigenständig das Wasser Höhe der Flughafenbrücke unverletzt verlassen. Nur wenig später um 16.03 Uhr erhielt die Feuerwehr Düsseldorf einen Notruf aus dem Bereich des Paradiesstrand im Düsseldorfer Hafen. Ein 18-jähriger Mann war beim Baden von einer Welle mitgerissen worden und dann untergegangen. Während Taucher der Feuerwehr Düsseldorf den Bereich der betreffenden Buchten absuchten, erkundeten weitere Kräfte den Rheinstrom nach dem jungen Mann. Mittels eines Sonargeräts der Feuerwehr wurde ebenfalls an der Bucht nach dem Menschen gesucht. Zusätzlich unterstützten ein Polizeihubschrauber aus der Luft sowie eine weitere Tauchergruppe der Feuerwehr Duisburg bei der Suche nach dem Vermissten. Nach rund vier Stunden musste die Rettungsaktion erfolglos abgebrochen werden. Ersthelfer sowie Bekannte des Vermissten wurden schon während und nach dem Einsatz durch einen Notfallseelsorger betreut. Leider zeigte dieser Einsatz erneut, wie gefährlich das Baden im Rhein ist. Auch wenn in dem betreffenden Bereich kein Badeverbot gilt, so ist das Schwimmen in der Schifffahrtsstraße lebensgefährlich. Starke Strömungen und Strudel sind meist nicht zu erkennen und bürgen auch für gekonnte Schwimmer große Gefahren. Grundsätzlich verboten ist das Schwimmen 100 Meter oberhalb und unterhalb von Rheinhäfen sowie an Brücken, Schiffs- und Fährlandestellen, Schleusen, Vorhäfen, Umschlagstellen und Werften.

Textquelle: Pressemeldung Feuerwehr Düsseldorf