09.01.2019 – Köln – Pressekonferenz mit neuen Details zum Rockerkrieg

Nach mehreren Schießereien in Köln kündigten Staatsanwaltschaft und Polizei konsequente Maßnahmen gegen die Täter an. Ursache der Konflikte sind zwei rivalisierende „Motorradclubs“ – Bandidos & Hells Angels. Seit Mitte 2017 kam es auf Kölns Straßen zu insgesamt 8 Schießereien. „Mitten auf Kölner Straßen wird mit hochkarätigen Waffen geschossen“, sagte Polizeipräsident Uwe Jacob am Mittwoch. Weiter sagte er: “ „Als wären wir hier im Wilden Westen, wird hier rumgeballert.““

 

Wie die Polizei weiter mitteilte, ist das Vorgehen der beiden Rockergruppen eher untypisch. Eigentlich halten sich Beteiligte an organisierter Kriminalität im Hintergrund auf, teilte uns die Polizei mit, zudem sei die Rockerlage bundesweit eher ruhig. Köln ist derzeit eine Ausnahme, die vor allem mit dem Machtanspruch der Bandidos zusammenhänge. Diese versuchten, in die Gebiete der Hells Angels vorzudringen. Denn die Reputation der dominierenden Hells Angels habe zuletzt gelitten. Daher komme es zu Konflikten, Schießereien und Reaktionen. Erste Durchsuchungen wurden bereits durchgeführt.
Die Kölner Rockerszene sei zwar übersichtlich aber sehr dynamisch. Mit einer klassischen Rocker-Vereinigung seien die meisten Gruppen nicht vergleichbar, viele Mitglieder hätten nicht mal einen Führerschein oder ein Motorrad. Zudem dominierten Migranten in den Gruppen.

Die auf dem Bild gezeigte Waffe, ist die Waffe, die bei einem Mitglied der Hells Angels nach der Schießerei in der Nähe des Kölner Hauptbahnhofs sichergestellt wurde. (https://emergency-report.de/staedte/kreisfreie_staedte/koeln/04-01-2019-koeln-innenstadt-sek-einsatz-nach-schuessen-naehe-hauptbahnhof-11219/)