23.09.2018 – Wuppertal Langerfeld – Großalarm: Hauseinsturz nach Gasexplosion

Die Feuerwehr Wuppertal wurde am 23.06.2018 gegen 23:50 Uhr zur Explosion eines Wohngebäudes in die Lenneper Straße alarmiert. Die ersteintreffenden Kräfte fanden einen ausgedehnten Brand über mehrere Etagen vor, welcher vermutlich durch eine Explosion ausgelöst wurde. Zahlreiche Bewohner des betroffenen Hauses sowie der Nachbargebäude hatten sich bereits ins Freie gerettet. Mehreren Personen war der Fluchtweg aus ihren Wohnungen abgeschnitten. Parallel zur Versorgung der teilweise Schwerverletzten wurde daher die Rettung der Eingeschlossenen über Drehleitern der Feuerwehr eingeleitet. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt kann noch nicht ausgeschlossen werden, dass sich Personen im Gebäudeinneren befinden.
Da das betroffene Gebäude als akut einsturzgefährdet eingestuft wurde, wird aktuell durch Einsatzkräfte des Technischen Hilfswerk eine Abstützung vorbereitet. Aufgrund der Einsturzgefahr können vorhandene Glutnester im Inneren des Gebäudes derzeit nur von Außen gelöscht werden.
Durch den ersteintreffenden Einsatzleiter wurden sofort weitere Einsatzkräfte zur Unterstützung nachgefordert. An der Einsatzstelle und zur Besetzung der verwaisten Wachen der Berufsfeuerwehr sind und waren folgende Organisationen eingebunden:
Berufsfeuerwehr Wuppertal: Löschzug Barmen, Löschzug Elberfeld, diverse Abrollbehälter und Sonderfahrzeuge, zahlreiche Rettungswagen und Notarzteinsatzfahrzeuge
Hilfsorganisationen: Einsatzeinheiten und Rettungsmittel des Arbeiter-Samariter-Bundes und der Johanniter-Unfall-Hilfe
Technisches Hilfswerk: OV Wuppertal, OV Witten, OV Schwelm
Freiwillige Feuerwehr: Löschzüge Nächstebreck, Langerfeld, Ronsdorf, Cronenberg, Vohwinkel, Sonnborn, Herbringhausen, Uellendahl, Dönberg, Umweltschutzzug
Rettungsdienst: Mehrere Rettungswagen und Notarzteinsatzfahrzeuge aus Remscheid und dem Ennepe-Ruhr-Kreis.

Textquelle: Pressemeldung Feuerwehr Wuppertal

Folgemeldung: Weiterhin sind rund 90 Einsatzkräfte der Feuerwehr und des Technischen Hilfswerks (THW) an der Einsatzstelle tätig. Die Abfrage der geretteten Bewohner ergab zwischenzeitlich, dass keine Personen mehr vermisst werden. Auch in den Trümmern eingesetzte Suchhunde des THW konnten keine Personen ausfindig machen. Die Maßnahmen konzentrieren sich nun auf die Brandbekämpfung. Diese wird, aufgrund der weiter bestehenden akuten Einsturzgefahr und zum Schutz der eingesetzten Einsatzkräfte, ausschließlich von Außen durchgeführt. Mithilfe einer Fachfirma wird das stark beschädigte Gebäude nun Stück für Stück abgerissen, um die Löschmaßnahmen zu intensivieren und möglichst effektiv durchführen zu können.

Textquelle: Pressemeldung Feuerwehr Wuppertal

Wuppertal (ots) – Gestern Abend (23.06.2018), gegen 23:50 Uhr, meldeten Zeugen der Polizei einen Brand in einem Mehrfamilienhaus in der Lenneper Straße in Wuppertal-Langerfeld. Den dort eintreffenden Einsatzkräften zeigte sich ein Bild der Verwüstung, nach ersten Erkenntnissen kam es zuvor zu einer Explosion in dem Gebäude, das dadurch nahezu komplett zerstört wurde. Große Teile der Hausfassade des mehrgeschossigen Wohnhauses stürzten auf die Straße, im Inneren des Hauses brach an mehreren Stellen Feuer aus. Feuerwehr und Hilfskräfte aus mehreren Städten waren die ganze Nacht hindurch mit umfangreichen Lösch- und Rettungsmaßnahmen im Einsatz, die voraussichtlich noch einige Stunden andauern werden. Die Arbeiten werden dadurch erschwert, dass das Gebäude derzeit akut einsturzgefährdet ist und noch nicht betreten werden kann. Mindestens fünf Personen sind durch das Geschehen verletzt worden, mehrere davon schwer. Rettungskräfte brachten sie nach einer ersten Versorgung zur weiteren Behandlung in verschiedene Krankenhäuser. Es kann derzeit nicht ausgeschlossen werden, dass sich in dem Gebäude noch weitere Personen befinden, die Suchmaßnahmen dauern an. An dem betroffenen Haus und im Umfeld entstand erheblicher Sachschaden. Zur Ursache der Explosion können derzeit noch keine Angaben gemacht werden, die Kriminalpolizei hat noch in der Nacht die Ermittlungen aufgenommen.

Textquelle: Pressemeldung Polizei Wuppertal

Folgemeldung: Wuppertal (ots) – Gestern Abend (23.06.2018), gegen 23:50 Uhr, meldeten Zeugen der Polizei einen Brand in einem Mehrfamilienhaus in der Lenneper Straße in Wuppertal. (siehe hiesige Pressemeldung v. 24.06.2018, 06:31 Uhr).

Da das Haus akut einsturzgefährdet war, hat eine Fachfirma zwischenzeitlich damit begonnen, das Haus systematisch abzutragen. Die Kriminalpolizei hat zur Ermittlung der Ursache einen Sachverständigen für Brand- und Explosionsursachen hinzugezogen, der die Arbeiten begleitet. Derzeit können dazu noch keine weiteren Angaben gemacht werden.

Die fünf verletzten Personen, darunter drei Schwerverletzte, werden nach wie vor in unterschiedlichen Krankenhäusern behandelt.

Alle übrigen betroffenen Bewohner konnten zwischenzeitlich von Angehörigen aufgenommen werden.

Derzeit werden keine weiteren Personen vermisst.

Die umfangreichen Ermittlungen der Kriminalpolizei dauern an.

Textquelle: Pressemeldung Polizei Wuppertal

Wuppertal (ots) – Nach der Explosion in einem Wohnhaus in der Lenneper Straße in Wuppertal am 23.06.2018 gegen 23:50 Uhr (siehe hiesige Pressemeldungen v. 24.06.2018, 06:31 Uhr und 17:53 Uhr), ermitteln Staatsanwaltschaft und Polizei Wuppertal inzwischen wegen des Verdachts des mehrfachen versuchten Mordes.

Die eingesetzte Mordkommission „Lenneper“ und der beauftragte Sachverständige für Brand- und Explosionsursachen konnten in dem völlig zerstörten Haus Hinweise auf eine Manipulation an der Gasinstallation finden.

Die Ermittlungen richten sich nunmehr gegen einen 54 Jahre alten Bewohner einer Wohnung des Hauses. Er selbst befindet sich unter den Schwerverletzten und konnte durch die Beamten der Mordkommission bislang noch nicht zum Sachverhalt befragt werden.

Das Motiv des Mannes liegt nach bisherigen Erkenntnissen in seinem privaten Lebensbereich, er hatte in der Vergangenheit bereits angekündigt, nicht mehr leben zu wollen, bislang konnte er jedoch mit ärztlicher Unterstützung davon abgehalten werden.

Die weiteren verletzten Personen werden nach wie vor in Krankenhäusern behandelt. Die Arbeiten an dem völlig zerstörten Haus sind noch nicht gänzlich abgeschlossen.

Die umfangreichen Ermittlungen der Kriminalpolizei dauern an.

Textquelle: Pressemeldung Polizei Wuppertal