07.06.2019 – Grevenbroich Stadtmitte – 44 betroffene Personen nach Gefahrguteinsatz

Beißender Geruch eines auf einer Baustelle am neuen Grevenbroicher Rathaus verwendeten Klebers zur Bodenbeschichtung haben am Freitag zu einem Großeinsatz von Feuerwehr und Rettungsdienst geführt. Gegen 12:00 Uhr hatten mehrere Bauarbeiter über Gesundheitsbeschwerden geklagt. Daraufhin wurde die Baustelle stillgelegt sowie der darüber liegende Teil des neuen Rathauses evakuiert.
Gleichzeitig entsandte die Leitstelle des Rhein-Kreises Neuss mit dem Einsatzstichwort „Massenanfall von Verletzten“ starke Kräfte der Grevenbroicher Feuerwehr sowie des Rettungsdienstes in die Innenstadt. Während die wenig später eintreffenden Helfer der Feuerwehr die Gefährlichkeit der Substanz analysierten und die Ausbreitung des Geruchs untersuchten, wurden insgesamt 44 betroffene Bauarbeiter von Mitarbeitern des Rettungsdienstes gesichtet.
Erkennbare gesundheitliche Beeinträchtigungen wurden dabei zum Glück nicht festgestellt. Mitarbeiter der Stadtverwaltung – weder im evakuierten Gebäudeteil noch in den übrigen Bereichen des neuen, sowie im alten Rathaus – waren ebenfalls nicht betroffen. Auch Gefahrstoffmessungen der Feuerwehr blieben negativ.
Nach Analysen der Feuerwehr handelte es sich bei der stark riechenden Substanz um einen lösungsmittelhaltigen Kleber zur Bodenbeschichtung. Während des Einsatzes blieb der Ostwall für gut drei Stunden für den Verkehr gesperrt.
Die Feuerwehr war mit gut 20 Kräften des Hauptamtes sowie von den ehrenamtlichen Einheiten Stadtmitte, Wevelinghoven, Frimmersdorf/Neurath und Hemmerden im Einsatz. Die Einheit Gustorf/Gindorf stellt auf der Hauptwache den Grundschutz für die Stadt Grevenbroich sicher. Zusätzlich waren der Einsatzleitwagen des Rhein-Kreises Neuss, sowie insgesamt 47 Kräfte des Rettungsdienstes aus dem gesamten Kreisgebiet mit 23 Fahrzeugen vor Ort.