Samstag, 27. November 2021

18.11.2021 – Neuss – Großeinsatz: Dramatischer Kellerbrand mit Menschenrettung – 10 Verletzte

Am heutigen Donnerstag, den 18.11.2021, wurde die Feuerwehr Neuss gegen 2:33 Uhr auf die Kaarster Straße alarmiert. Dort meldete ein Anrufer Brandgeruch sowie mehrere ausgelöste Rauchmelder in einem Mehrfamilienhaus. Noch auf der Anfahrt riefen weiterer Anrufer die 112 und meldeten, dass sie Rauch im Treppenhaus wahrnahmen und dadurch der Fluchtweg angeschnitten sei.

Bei Eintreffen der ersten Kräfte bestätigte sich diese Meldung. Der vermeintliche Zimmerbrand entpuppte sich als ausgedehnter Kellerbrand. Es bot sich ein dramatisches Bild: Mehrere Bewohner standen an geöffneten Fenstern und riefen um Hilfe, da der Treppenraum komplett verraucht war. Teilweise zog hinter den Personen zusätzlich dichter Rauch aus den Fenstern.

Sofort forderte der Einsatzleiter weitere Kräfte an und leitete umgehend mit allen Trupps eine umfassende Menschenrettung ein. Über tragbare Leitern sowie zwei Drehleitern im vorderen und hinteren Bereich des Wohnkomplexes wurden Bewohner aus den Fenstern gerettet. Nach dem die ersten akut bedrohten Bewohner gerettet wurden, begann die Brandbekämpfung im Keller. Das Feuer konnte schnell lokalisiert und abgelöscht werden, so dass die Rauchentwicklung nachließ.

Danach begann dann der umfangreichere Teil des Einsatzes: Das Feuer hatte im Keller große Teile der Elektroverteilung sowie der Heizung zerstört und Brandrauch hatte sich im gesamten Gebäude sowie in den Wohnungen verteilt. Es mussten nun insgesamt 81 Personen betreut werden. Dafür wurden insgesamt drei Betreuungseinheiten der Johanniter, Malteser und des DRK angefordert. Bedingt durch die niedrigen Temperaturen konnten die betroffenen Personen nicht vor dem Haus betreut werden und mussten daher auf eigens angeforderte Busse verteilt werden. Der Rettungsdienst sichtete jede Person, die aus dem Gebäude geführt wurde und teilte diese in Sichtungskategorien ein.

Diese Sichtung ergab, dass insgesamt zehn Personen mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung in ein nahgelegenes Krankenhaus transportiert werden mussten. Die restlichen 71 Personen wurden in den Bussen durch die Einsatzeinheiten betreut und werden zur Stunde durch das Sozialamt der Stadt Neuss in Unterkünfte verteilt.

Der gesamte Wohnkomplex ist aktuell unbewohnbar, die Polizei hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen. Von Seiten Feuerwehr waren 48 Einsatzkräfte von 2:30 Uhr bis 7:00 Uhr im Einsatz. Die Kaarster Straße war für die Dauer des Einsatzes zwischen der Gladbacher und Viersener Straße voll gesperrt. Es laufen zur Stunde letzte Nachlösch- und Aufräumarbeiten, so dass die Kaarster Straße in Kürze wieder freigegeben werden kann.

Textquelle: Pressemeldung Feuerwehr Neuss

Feuerwehr und Polizei rückten in der Nacht zu Donnerstag (18.11.2021), gegen 2:30 Uhr, zu einem Brand in einem Hochhaus an der Kaarster Straße / Am Jröne Meerke auf der Neusser Furth aus. Die Polizei sperrte die Kaarster Straße zur Unterstützung der Lösch- und Evakuierungsmaßnahmen durch die Feuerwehr.

Die starke Rauchentwicklung führte bei mehreren Personen zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen, die eine Behandlung in einem Krankenhaus notwendig machten.

Derzeit ermitteln die Brandexperten der Kripo zur Ursache des Feuers und zogen hierzu auch einen Brandsachverständigen hinzu. Die Spurensuche und -auswertung dauern derzeit noch an. Bislang steht fest, dass der Brand offenbar im Keller des Hauses ausbrach und sich der Rauch anschließend im gesamten Gebäude ausbreitete.

Zum jetzigen Zeitpunkt ermittelt die Polizei wegen des Verdachts der schweren Brandstiftung, kann aber auch eine fahrlässige Verursachung nicht ausschließen.

Entsprechend bittet das zuständige Kriminalkommissariat 11 um Hinweise von möglichen Zeugen, die gegebenenfalls Verdächtiges beobachtet haben oder sonstige Information besitzen, die ermittlungsdienlich sind (Telefon: 02131 300-0)

Textquelle: Pressemeldung Kreispolizeibehörde Neuss

Patrick Schüller
Administrator, Journalist & Gründer von Emergency-Report.de E-Mail Kontakt: patrick.schueller(at)emergency-report.de

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