Der 14. August 2026 sollte sich als der dramatischste Tag der Waldbrandwoche im Hürtgenwald erweisen. Was am Vortag mit zwei separaten Brandherden begonnen hatte, entwickelte sich in den frühen Morgenstunden zu einer akuten Bedrohung für die Zivilbevölkerung. Um kurz vor 4 Uhr morgens leitete die Feuerwehr die vollständige Evakuierung des Ortsteils Gey ein. Rund 1.800 Bewohnerinnen und Bewohner mussten innerhalb weniger Stunden ihre Häuser und Wohnungen verlassen. Nach Angaben der Polizei verlief die Maßnahme ohne Zwischenfälle, doch die Bilder von Menschen, die in aller Eile ihre Heimat verließen, prägten die Berichterstattung des Tages.
Die schnelle Ausbreitung des Feuers und die unmittelbare Nähe zur Ortschaft Gey hatten die Einsatzkräfte zu dieser drastischen Maßnahme gezwungen. Die Flammen hatten sich bereits auf eine Fläche von etwa 25 Hektar Wald ausgebreitet, was der Größe von rund 35 Fußballfeldern entspricht. Im Verlauf des Tages weiteten sich die Angaben jedoch weiter aus, und der Kreis Düren sprach schließlich von einer betroffenen Fläche von rund 300 Hektar.
Schon am Abend des 13. August hatte sich die Lage so zugespitzt, dass überregionale Unterstützung angefordert werden musste. Am 14. August rückten Feuerwehrkräfte aus dem gesamten Regierungsbezirk an, darunter auch die Feuerwehr Köln, die rund 70 Einsatzkräfte mit 18 Fahrzeugen entsandte. Zur Unterstützung aus der Luft setzte die unter anderem die Bundeswehr Löschhubschrauber ein. Die Autobahnausfahrten Düren und Langerwehe an der A4 wurden im Zuge der Löscharbeiten gesperrt, um den Einsatzfahrzeugen freie Fahrt zu gewährleisten.
Der 14. August war auch der Tag, an dem die ersten Verletzten gemeldet wurden. Am Abend berichtete der Kreis Düren von fünf verletzten Einsatzkräften, die bei den gefährlichen Löscharbeiten im unwegsamen Gelände zu Schaden gekommen waren. Trotz der Verletzungen blieb die Bilanz menschlicher Opfer glimpflich. Gefahr für die Bevölkerung bestand nach Einschätzung der Behörden zu keinem Zeitpunkt, solange die Evakuierungsanordnungen befolgt wurden.
Während die Einsatzkräfte vor Ort gegen die Flammen kämpften, machte sich der Brand auch über die Region hinaus bemerkbar. Der Rauch des Großbrandes war zeitweise sogar im rund 250 Kilometer entfernten unterfränkischen Bad Brückenau wahrnehmbar, was die außergewöhnliche Intensität des Feuers unterstrich.
Am Ende des 14. August war der Ortsteil Gey vollständig evakuiert. Alle Bewohner des Gemeindeteils hatten ihre Häuser und Wohnungen verlassen. Die Feuerwehr ging davon aus, dass die Löscharbeiten noch mindestens mehrere Tage andauern würden. Der Waldbrand im Hürtgenwald hatte sich damit zum größten in Nordrhein-Westfalen seit Beginn der amtlichen Datenerfassung im Jahr 1991 entwickelt.
Während die Einsatzkräfte in der Nacht zum 15. August versuchten, die Flammen unter Kontrolle zu bringen, zeichnete sich ab, dass der Samstag weitere Herausforderungen bringen würde. Die Brandfläche sollte sich weiter ausdehnen, und zusätzliche Kräfte aus dem gesamten Bundesland würden benötigt werden, um das Inferno in der Eifel zu bekämpfen.


















































