Dienstag, 18. Mai 2021

09.05.2016 – Erkrath Unterfeldhaus – Großbrand: Ehemaliges Gebäude von Tennisclub im Vollbrand

Erkrath (ots) – Die Feuerwehr Erkrath wurde um 20 Uhr mit der hauptamtlichen Wache und dem Löschzug II -Millrath- durch die Kreisleitstelle, zunächst mit dem Einsatzstichwort „Keller/Zimmer/Wohnung“, zur Adalbert-Stifter-Straße nach Erkrath-Unterfeldhaus, und der Zusatzinformation, dass ein Schuppen brennen würde, alarmiert. Aufgrund einer hohen Zahl von Notrufen und des konkreten Hinweises auf den Vollbrand eines Gebäudes an der Johannesberger Straße, erhöhte der Leitstellendisponent nur eine Minute später auf das Einsatzstichwort „Gebäude“ und alarmierte zusätzlich den Löschzug I -Alt-Erkrath- nach Unterfeldhaus. Noch auf der Anfahrt erhöhte der Einsatzleiter aufgrund der immensen Rauchentwicklung auf Vollalarm für alle drei Löschzüge der Feuerwehr Erkrath.

An der Einsatzstelle stand das ehemalige Gebäude des Tennisclubs Hochdahl bereits im Vollbrand. Die Flammen schlugen schon aus dem Dach und großflächig aus der Fassade an der Rückseite. Zur Brandbekämpfung wurden zwei Einsatzabschnitte gebildet und die Feuerwehr Hilden mit einer weiteren Drehleiter angefordert. Insgesamt konnte der Brand durch die Vornahme von 2 Wasserwerfern über die beiden Drehleitern sowie 3 B-Rohren (Wasserlieferung je 400 l/min) und 3 C-Rohren (Wasserlieferung je 100 l/min) schnell unter Kontrolle gebracht werden. Der Anbau des Gebäudes konnte gehalten und vor den Flammen gerettet werden. Zur Löschwasserversorgung wurden mehrere Hydranten in den benachbarten Straßen genutzt. Die Einsatzleitung der Feuerwehr Erkrath wurde durch den Einsatzleitwagen der Feuerwehr Ratingen mit der dazugehörenden Führungsgruppe stabsmäßig unterstützt. An der Einsatzstelle wurde weiterhin das Vorauslöschfahrzeug der Feuerwehr Ratingen mit einem neuartigen Schneidlöschsystem eingesetzt. Mit diesem Fahrzeug aus einem Landesprojekt konnte durch die Schneidlöschtechnik ein Löschangriff mit Hochdrucknebel durch eine massive Ziegelsteinwand vorgenommen werden.

Im Einsatz waren insgesamt 75 Einsatzkräfte der Feuerwehren Erkrath, Hilden und Ratingen. Der stellvertretende Kreisbrandmeister informierte sich vor Ort über die Lage. Zur Höhe des Sachschadens und zur Brandursache können keine Angaben gemacht werden. Die Einsatzkräfte waren noch bis ca. 00:30 Uhr mit Nachlöscharbeiten beschäftigt und gegen 3 Uhr in der Nacht wird eine Brandstellennachschau erfolgen.

Textquelle: Pressemeldung Feuerwehr Erkrath

Mettmann (ots) – Wie die Feuerwehr Erkrath mit eigener Pressemitteilung vom gleichen Tage (PDF in Anlage) bereits ausführlich berichtete, kam es am Montagabend des 09.05.2016, gegen 20:00 Uhr, zu einem Gebäudebrand auf dem ehemalige Gelände einer Tennissportanlage an der Johannesberger Straße in Erkrath- Unterfeldhaus.

Bereits auf der Anfahrt der Einsatzkräfte konnten massive dunkle Rauchschwaden festgestellt werden. Auf dem Grundstück stand ein Gebäude in Vollbrand und Flammen schlugen bereits meterhoch aus dem Dach.

Die Erkrather Feuerwehr rückte mit starkem Personal- und Materialeinsatz an und konnte den Brand schnell unter Kontrolle bringen und damit eine weitere Ausdehnung des Feuers wirksam verhindern.

Die Löscharbeiten dauerten bis ca. 00:30 Uhr, bevor der Brand vollständig gelöscht war. Menschen kamen durch das Feuer nicht zu Schaden. Das ca. 400 m² große ehemalige Vereinsheim sowie Inventar im Gebäude wurden vom Feuer komplett zerstört.

Der entstandene Sachschaden wurde nach ersten polizeilichen Ermittlungen auf ca. 200.000,- Euro geschätzt.

Nach dem Ende der Löscharbeiten wurde der Brandort von der Polizei beschlagnahmt. Kriminalisten aus der Kriminalwache Mettmann übernahmen erste Ermittlungen und Maßnahmen zur Spurensicherung. Am heutigen Dienstagvormittag wurde der Brandort dann durch polizeiliche Spezialisten des Kriminalkommissariats 11 der Kreispolizeibehörde in Mettmann untersucht.

Nach übereinstimmender Bewertung von Polizei und Feuerwehr ist nach Spurenlage und Brandbild von einer Brandstiftung als Brandursache auszugehen.

Am Brandort konnte ein Zeuge unmittelbar vor dem Brand fünf männliche Personen beobachten, die fluchtartig das Gelände verließen. Bei diesen handelte es sich um ca. 12-13 Jahre alte Jungen, von denen einer einen Sportrucksack trug.

Die Polizei hat ein Strafverfahren eingeleitet. Bisher liegen den kriminalpolizeilichen Ermittlern noch keine konkreten Hinweise zum Täter und dessen Motivlage für die Brandstiftung vor. Eine Selbstentzündung des Feuers kann nach derzeitigem Stand der Ermittlungen jedoch ausgeschlossen werden. Maßnahmen zur Spurensicherung und weitere Ermittlungen sind veranlasst.

Sachdienliche Hinweise zur Klärung der Straftat, nimmt die Polizei in Erkrath, Telefon 02104/ 9480-6450, jederzeit entgegen.

Textquelle: Pressemeldung Kreispolizeibehörde Mettmann

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Patrick Schüller
Administrator, Journalist & Gründer von Emergency-Report.de E-Mail Kontakt: patrick.schueller(at)emergency-report.de

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